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Viele Gäste beim Mittelalter-Markt

Vor Bruder Fallus Ja gesagt

Rahden (WB). Anki und Knut haben sich vor dem Lemgoer Standesamt bereits das Ja-Wort gegeben – doch nur der formalen Rechtsgültigkeit wegen. »Richtig« getraut wurde das Brautpaar hingegen erst beim »Mittelalterlichen Treiben« auf dem Rahdener Museumshof.

Anja Schubert

Der wichtigste und schönste Tag im Leben: Recke Knut (vorn links) und seine Ordensschwester Anki sind von Bruder Fallus (vorn rechts) in einer mittelalterlichen Zeremonie getraut worden. Foto:

Inmitten ihrer Gemeinschaft, den Mitgliedern vom »Bund freier Ritter vom Orden der Rose« vollzog Bruder Fallus, ein Geistlicher aus den eigenen Reihen, eine Trauung nach mittelalterlicher Zeremonie. Marktvogt, Lagerbewohner und viele Besucher ließen sich diesen ersten Höhepunkt der zweitägigen Veranstaltung nicht entgehen.

»Wir veranstalten beim »Mittelalterliche Treiben« nicht nur einen Markt mit Händlern, sondern ein heiteres, fröhliches Fest«, betonte Marktvogt Richard von Waldfels. »Dazu gehören neben vielen Recken, Gewandeten und Bewaffneten vor allem Gaukler, Spielleute, Musiker und natürlich die vielen Gästen, denn Applaus ist der Künstler wichtigstes Brot.«

Rundgang durch das Lager

Das vielfältige Programm führte das Publikum in die Welt des 13. Jahrhunderts. Wer sich auf einen Rundgang durch die Lager begab, erlebte neben der mittelalterlichen Lebensweise auch viel Handwerksarbeit wie Wolle färben, Schnitzen und Schmieden. Auf der anderen Marktseite boten Händler ihre Waren feil. Edelsteine, handgefertigte Gewänder, mit Brandmalerei verzierten Hörner, Seifen, Schmuck, Schwerter, Messer, Bogen und Armbrüste waren nur einige Dinge, die zum Stöbern, Ausprobieren und zum Feilschen zwecks Mitnahme verleiteten. Bei Gerstensaft, Met, Erdbeeren und Eis ließ es sich ebenso aushalten wie bei Spezialitäten vom offenen Feuer.

Viel Lob gab es für die bereits sechste Auflage des Events. Von den Besuchern, aber auch von den Lagerbewohnern selbst. »Das historische Hofambiente und die Kulisse der Burgruine sind toll. Noch dazu ist es ein kleiner, überschaubarer Markt, auf dem man sich kennt oder schnell kennenlernt. Man kann die Kinder laufen lassen, hier passt jeder auf jeden auf«, freute sich »Ingbert von Statenhausen«.

Mit Besucherzahl zufrieden

In den mittelalterlichen Gewändern stecken normale Menschen – wie IT-Fachmann Ingbert von Statenhausen und Konrad von Hellenberg, der als Finanzbeamter arbeitet. Mit der Feuershow von und der »Indian Circle Ranch« klang der erste Markttag aus.

»Wir sind mit der Besucherzahl von 3685 sehr zufrieden. Angesichts der Pfingstferien und der Hitze mussten wir ein wenig Abstriche hinnehmen«, meinten Marktvogt Richard und Museumshof-Hausmeisterin Tanja Gutjahr.

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