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Landeskommission von Engagement und zukunftweisenden Projekten beeindruckt

Wehe überzeugt Juroren

Wehe (WB). Dienstag 8.17 Uhr: Es ist ernst geworden in Wehe. Die Kommission für den Wettbewerb »Unser Dorf hat Zukunft« nahm die Ortschaft, die als einzige auf Landesebene den Kreis-Minden-Lübbecke vertritt, unter die Lupe. Und die Weher waren bereit, zu zeigen und zu erläutern, warum junge Menschen in Wehe leben wollen und die ältere Generation nicht in Seniorenheime ziehen muss.

Anja Schubert

Michael Hülshorst (rechts) hat am Sportplatz einen Überblick über das Angebot des TuS Wehe gegeben. Foto: Anja Schubert

Bei der Begrüßung durch Ortsvorsteher Heinz Grundmann gab es viel Lob von

Bürgermeister Bert Honsel, der CDU-Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann und von Landrat Ralf Niermann. »Schon früher hat man das Rahdener Land die ›Grüne Krone Westfalens‹ genannt«, erinnerte er, bevor es auf die rund 75-minütige Busrundtour durch die Ortschaft und ihre Außengebiete ging.

Gäste erhalten Exposes

Zum Abschluss gab es an der Bockwindmühle, wo die wesentlichsten Errungenschaften der Dorfgemeinschaft auf Stellwänden zusammengefasst waren, noch einmal viele Informationen und Zeit für Fragen. Auch erhielten die Gäste ein Expose als Gedächtnisstütze an den Besuch.

»Wir haben viel gesehen, doch mehr können wir natürlich noch nicht sagen«, erklärte Kommissionsvorsitzender Dr. Waldemar Gruber zum Abschluss, der Dorfgemeinschaft dankend, dass sie keine Mühen gescheut habe. Er und seine Mitstreiter zeigten sich jedoch tief beeindruckt davon, dass eine solch kleine Ortschaft gleich zwei Kindertageseinrichtungen für junge Familien bereithalte. »Im ›Naturkind‹ würde ich auch gern noch mal Kind sein«, machte Gruber aus seiner Begeisterung keinen Hehl. »Ich habe schon gefragt, aber die wollen mich nicht, weil ich zu alt bin.«

Obwohl es nach der Ankunft um 8.17 Uhr eigentlich Schlag 10.17 Uhr Abreise hätte heißen müssen, ließ es sich die Kommission nicht nehmen, angesichts der leckeren Häppchen der Landfrauen und des Mühlenambientes außerhalb der offiziellen »Dienstzeit« noch ein wenig länger zu verweilen, bevor es zur nächsten Besichtigung Richtung Kalletal ging. Nicht nur Heinz Grundmann sowie Manfred Helweg (»Wehe aktiv«) waren zufrieden. Wer von den 22 Dörfern aus Westfalen-Lippe und weiteren 22 aus dem Rheinland die Nase vorn hat, wird bei der Siegerehrung am 9. September in Haus Düsse in Bad Sassendorf bekannt gegeben.

Stärken präsentiert:

Bereits zu Beginn der Busrundfahrt griffen die Kommissionsmitglieder zu Stift und Papier, denn die Weher steuerten eine Vielzahl von Stationen mit abgeschlossenen, laufenden und neu geplanten Projekten an.

Dazu gehörten unter anderem zu Beginn Dorfplatzgestaltung und neues Feuerwehrgerätehaus. Dann ging es mit dem Bus durch Wehe und seine Außengebiete. Gezielt steuerte man Haltepunkte an, die veranschaulichten, dass man für die aufgestellten Bewertungskriterien Entsprechendes vorzuweisen hat. Das Zusammenwachsen von Husen und Wehe, das neue Baugebiet, beseitigte Leerstände und geplante Umnutzungen, die neue Nutzung alter Höfe, gelungene Integration der russlanddeutschen Bewohner, Erhaltung von Hecken und Anlage von Grünstreifen, die Nahwärmeversorgung, die enge Zusammenarbeit von städtischem Wasserwerk und Landwirtschaft, Kindergarten und Sportverein, der Spielplatz mit seine Neuerungen. Auch kamen die Veränderungen auf dem Friedhofsgelände, die Mehrzwecknutzung des Schützenplatzes, Reitvorführungen, der Landmarkt, das Mühlengelände und nicht zuletzt ein anlässlich des bevorstehenden Schützenfestes bereits in grün-weiß getauchtes Wehe bei den Juroren gut an.

Kommission hörte auch Musik

Heinz Grundmann, Manfred Hellweg, Birgit Bordewisch (DRK-Kindergarten), Ralf Möller (Elterninitiative), Kerstin Rochel (Reitverein), Friedrich Schepsmeier (Nahwärme und Bockwindmühle), Michael Hülshorst (Sportverein), Melanie Rose (Pflegeheim), Gerd Kottenbrink (Schützenverein), Pfarrer Rainer Rohrbeck (Kirche) und Helmut Klasing (Arbeitskreis Friedhof), Eva Fuchs und Christina Hilgenberg (Kita »Naturkind«), Sven Reimers (Bioenergie) sowie Heinrich Wiegmann (Landmarkt) stellten sie vor. An den Kitas, am Landmarkt sowie an der Bockwindmühle gab es jeweils einen kurzen Aufenthalt.

Die Jagdhornbläser vom Eulenstieg und der Spielmannszug machten Musik. An der Mühle zeigten alle Vereine eine starke Präsenz und Planungen wie Mehrgenerationenhaus und das Dorfgemeinschaftshaus am Schützenplatz veranlassten die Kommissionsmitglieder, noch einmal einen genaueren Blick auf die Vorhaben zu werfen.

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