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Tierpark Ströhen: Corona-Lockdown droht ab 2. November

Zebra wartet noch auf Besucher

Rahden (WB). Auch die dunkle Jahreszeit hat ihre Reize und gerade in diesen Tagen, in denen der Familienurlaub eventuell leider ausfallen muss, würde sich ein Ausflug in den Tierpark Ströhen lohnen. Beschlossen wurde jetzt aber die Schließung von Freizeiteinrichtungen ab Montag, 2. November. Ob auch der Tierpark Ströhen geschlossen wird, konnte gestern vom Landkreis Diepholz noch nicht bestätigt werden.

Michael Nichau

Im Tierpark Ströhen ist kürzlich ein Zebrafohlen geboren worden. Das Jungtier ist eine neue Attraktion. Foto: Susanne Ismer

Tierparkleiter übt Kritik

Tierparkleiter Dr. Nils Ismer verfolgt allerdings besorgt die allgemeine Lage. „Ich habe Verständnis für Maßnahmen, die die Verbreitung des Virus einschränken sollen. Für Außenbereiche wie den Ströher Tierpark ist eine Schließung allerdings unsinnig”, sagte er am Mittwoch auf Anfrage dieser Zeitung. „Zoos haben momentan die geringsten Besucherzahlen. Da befinden sich in Fußgängerzonen der Städte mehr Menschen als hier.“

Andererseits sei eine Schließung gerade in dieser Zeit – angesichts der minimalen Ausfälle an Eintrittsgeld – am besten zu verkraften. „Ich persönlich halte eine Schließung nicht für sinnvoll“, kritisierte Ismer deutlich.

Auch in kommenden Tagen gebe es einiges zu sehen: Viele Tierarten wie zum Beispiel die Polarfüchse oder die sibirischen Tiger sind gerade jetzt besonders aktiv und genießen das kühlere Wetter.

Viel Fläche zur Verfügung

Auf den 35 Hektar Fläche, die der Tierpark zu bieten hat, könne man sich hervorragend aus dem Weg gehen, betont Ismer die Vorzüge des weitläufigen Geländes.

Man kann dort auch das gerade geborene Zebrafohlen in der Afrikaanlage entdecken. Mit Spannung haben die Tierpfleger im Tierpark Ströhen in den vergangenen Wochen die hochtragende Zebrastute beobachtet und auf die bevorstehende Geburt gewartet. In der Nacht zum 12. Oktober war es dann endlich so weit: Morgens nach der Futterrunde konnte Tierpfleger Slawomir Krupinski die Geburt eines gesunden und putzmunteren Hengstfohlens verkünden.

Nun erkundet die kleine Zebrafamilie seit einigen Tagen die Außenanlage. Die beiden Strauße, die zusammen mit den Zebras dort leben, müssen sich im Moment in Acht nehmen. Kommt einer der Strauße dem noch junges Fohlen zu nahe, verteidigt die Mutter ihren Nachwuchs.

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