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Kälbchen wird mit der Flasche aufgezogen und ist schon wieder fit

Zwergzebu möchte spielen

Rahden (WB). Das kleine Zwergzebukälbchen, das vor wenigen Tagen im Tierpark Ströhen zur Welt gekommen ist, ist zunächst unglücklich ins Leben gestartet. Die erfahrene Zwergzebukuh »Maggie« wollte ihr Kalb nicht annehmen und stieß es immer wieder vom Euter weg.

Tierpflegerin Nathaly Schopp hat das Zwergzebu-Kälbchen schon in ihr Herz geschlossen. Da muss auch mal geschmust werden.

»Wie es dazu gekommen ist, können wir auch nicht sagen, normalerweise ist ›Maggie‹ eine sehr erfahrene Mutterkuh«, wundert sich Tierpflegerin Martina Meyer, die die Zwergzebus schon seit vielen Jahren betreut. Doch alle Versuche, Mutter und Kind zusammenzubringen, seien gescheitert.

Zusammen mit dem betreuenden Tierarzt und Tierparkinhaber Dr. Nils Ismer wurde die Entscheidung getroffen, das Kälbchen mit der Hand aufzuziehen. »Inzwischen war das Jungtier so schwach, dass es erst einmal ein paar Tage aufgepäppelt werden musste. Zum Glück haben wir im Tierpark bereits Erfahrung mit der Aufzucht von ›Flaschenkindern‹ und so dauerte es nur wenige Tage, bis sich das kleine Zebukälbchen von den Strapazen der ersten Lebenstage erholt hat«, berichtet Martina Meyer.

Täglich mehrmalige Fütterung

Die mehrmalige Fütterung am Tag hat die Auszubildende Nathaly Schopp übernommen. »Ich freue mich sehr, dass Dr. Ismer und Martina Meyer mir die Aufzucht des Kälbchens zutrauen«, sagt Nathaly Schopp über ihre neue Aufgabe, die auch schon mal weit über die Arbeitszeit hinausgeht. »Natürlich stehen mir die beiden jederzeit mit Rat und Tat zur Seite«, erklärt Nathaly, die sich mit ihrem kleinen Pflegekind schon richtig gut angefreundet hat.

»Wir haben ihr noch gar keinen Namen gegeben, das überlassen wir zu gegebener Zeit unseren Besuchern«, freut sich Nathaly über das kleine Kälbchen, das vor lauter Vorfreude auf die nächste Mahlzeit ihre Pflegemama mit ein paar Bocksprüngen begrüßt.

Bald kommt ein Spielgefährte

»Im Moment wohnt das niedliche Tier noch alleine, aber wir werden in den nächsten Tagen einen kleinen Spielgefährten für sie finden müssen, damit sie nicht immer alleine ist. Vielleicht eine von den Zwergziegen auf der Streichelwiese«, freut sich Nathaly auf die Aufgaben.

Die beiden üben schon fleißig das Spazierengehen. Schließlich muss das Kälbchen ja auch die anderen Tiere im Tierpark kennenlernen und Langeweile soll es auch nicht haben. Wer also in den nächsten Tagen und Wochen einen Ausflug zum Tierpark Ströhen macht, darf sich nicht wundern, wenn ihm zwischen den Gehegen eine Kuh an der Leine entgegenkommt.

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