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Karl-Heinz Wesemann hat neuen Freundeskreis vor einem Jahr gegründet

Selbsthilfegruppe in Blasheim ist offen für weitere Mitglieder

Lübbecke

In Blasheim hat sich eine eigene Suchtselbsthilfegruppe als Freundeskreis Blasheim gegründet und etabliert. Die Gruppe besteht nun seit über einem Jahr und freut sich über weitere Mitstreiter.

Wer suchtkrank ist, erfährt in Selbsthilfegruppen wertvolle Unterstützung für ein neues Leben. Auch in Blasheim gibt es einen eigenen Freundeskreis. Foto: Alexander Heinl/dpa/Illustration

Treffpunkt ist jeden Dienstag um 19 Uhr im Gemeindehaus Blasheim, Postweg 4. Wie gesagt, die Gruppe freut sich über neue Mitglieder.

Wie fing es an? Der gebürtige Preußisch Oldendorfer Karl-Heinz Wesemann erzählt: „Ein damals wichtiger Meilenstein für mich war dort die Gründung der Suchtselbsthilfe Freundeskreis Preußisch Oldendorf. Mein privater Weg führte mich durch einen Umzug in den Kreis Warendorf, wo ich den Freundeskreis Neubeckum gründete.“

Nach einem erneuten Umzug wieder im Altkreis Lübbecke, suchte Wesemann eine neue Aufgabe. „Der Gedanke zur Gründung eines neuen Freundeskreises formte und verfestigte sich in meinem Gedanken. Warum eigentlich nicht?“

Anlaufstelle für alle Suchtformen

Wesemann berichtet von der großartigen Unterstützung durch Pfarrer Christoph Röthemeyer und die Kirchengemeinde Blasheim. „So konnte ich die Suchtselbsthilfe Blasheim ins Leben rufen. Diese ist heute eine feste Anlaufstation für alle Suchtformen, auch Depressionen und Sucht sind sehr eng miteinander verbunden.“

Neue aktuelle Themen wie junges Einstiegsalter in die Sucht, verkürzte Therapiezeiten, neue Suchtformen und -stoffe, gesellschaftliche Probleme wie Arbeitslosigkeit, Vereinsamung und steigende Armut stellen auch für die Blasheimer Selbsthilfegruppe eine neue Herausforderung dar. Karl-Heinz Wesemann hofft, dass die neue Gruppe für manche Menschen im Laufe der Zeit zu einem dauerhaften „Freundeskreis“ oder zu einer „Lebensgemeinschaft“ werden kann. Für andere wiederum sei sie eine vorübergehende „Starthilfe“ auf dem Weg in ein neues, selbstbestimmtes Leben.

Austausch hat in Corona-Zeiten gelitten

Wesemann: „Gerade für Suchtkranke ist es ungeheuerlich wichtig, sich mit Gleichgesinnten untereinander auszutauschen“. Dieses habe in den vergangenen drei Jahren durch Corona massiv gelitten und fand oftmals gar nicht statt. Sein Aufruf an Suchtkranke: „Nun liegt es bei dir, etwas zu ändern. Du bist die ersten Schritte aus der Sucht in Richtung persönliche Freiheit gegangen. Glückwunsch! Jetzt ist es an der Zeit, dranzubleiben und der Gefahr eines Rückfalls aktiv vorzubeugen.“

Weitere Informationen bei Karl-Heinz Wesemann, Telefon 0170/4730088, [email protected], www.freundeskreis-blasheim.de

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