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Lübbecker Potenzialfläche soll als Reserve im Rennen bleiben

Krankenhaus-Neubau: Grundstücke in Espelkamp liegen vorn

Espelkamp/Lübbecke

Zwei zentral im Altkreis und nah am Stadtzentrum gelegene Grundstücke aus Espelkamp stehen an der Spitze des „Rankings“ von zehn vorgeschlagenen Flächen für ein neues Krankenhaus Lübbecker Land.

Das Grundstück in der Gabelhorst hat die beste Bewertung von zehn Offerten erhalten. Foto: Stadt Espelkamp

Dieses Ergebnis einer Bewertung nach zuvor festgelegten Kriterien ist am Donnerstagabend in einer außerordentlichen Kreistagssitzung vorgestellt worden. Auf Rang drei landete eine Fläche im Lübbecker Gewerbegebiet am Heuweg.

In Espelkamp wird dieses Ergebnis mit großer Freude kommentiert. „Wir wussten, dass wir mit sehr geeigneten Flächen ins Rennen gegangen sind. Dieses Resultat bestätigt uns und freut uns natürlich sehr“, sagte Espelkamps Bürgermeister Dr. Hennig Vieker jetzt.

Diese Grafik zeigt die Fahrtzeitzonen rund um den favorisierten Standort Gabelhorst an: dunkelgrün 0 bis 5 Minuten, hellgrün 5 bis 10 Minuten, blassorange 10 bis 15 Minuten, orange 15 bis 20 Minuten. Dies ist aber nicht gleichzusetzen mit einer schon häufig genannten Erreichbarkeitsquote, die den Anteil der Menschen nennt, der einen Ort in 20 Minuten erreicht. Foto: Stadt Espelkamp

Die Potenzialflächen Gabelhorst und Groß Greben Ding zeichneten sich durch ihre Nähe zur Innenstadt bei gleichzeitiger unmittelbarer Anbindung an die Hauptverkehrsader B 239 aus. In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich das neue Ärztehaus „Medici“, der Boråspark, der Naherholungsbereich Gabelweiher, der Sportpark Mittwald sowie Schulen und Kindergärten oder Einkaufsmöglichkeiten. Die Standorte seien an den ÖPNV hervorragend angebunden, zum Beispiel über den im Falle Gabelhorst sogar fußläufig erreichbaren Bahnhof, heißt es aus dem Espelkamper Rathaus. Henning Vieker: „Das ist zukunftsweisend.“ Aufgrund eines bestehenden Bebauungsplanes könnte die Hälfte der Fläche zudem sofort bebaut werden.

Der Standort Groß Greben Ding ist in Nord-Süd-Richtung über die B 239 und in Ost-West-Richtung über die Alsweder Landstraße erreichbar. Es gibt dort keine vorhandene Bebauung in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Areal liege landschaftlich reizvoll und sei schnell verfügbar.

Am 23. Juni soll der Kreistag nun beschließen, dass die Stadt Espelkamp vertiefende Verhandlungen für die zwei vorne platzierten Grundstücke aufnimmt: zur Verfügbarkeit und zum Planungsrecht. Parallel soll auch die Stadt Lübbecke für ihr auf Rang 3 liegendes Areal weitere Gespräche führen – „für den Fall, dass bei den Verhandlungen mit Rang 1 und 2 unüberwindbare Hürden entstehen“, heißt es in der Beschlussvorlage.

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