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Ausstellung des Ateliers „The Fork and Broom Press“ – Mühlendruck-Challenge lädt zum Kreativwerden ein

Stemwede: Die Scheune wird zur Galerie auf Zeit

Stemwede

Zum Ende des Sommers gab es traditionell in Druckwerkstätten ein Fest: das Wayzgoose. In englischsprachigen Ländern wird diese Tradition heute noch gepflegt – zur Vorstellung neuer Werke.

An dieser alten Druckpresse können sich Interessierte selbst im Drucken versuchen und an der Mühlendruck-Challenge teilnehmen.

Das Druckatelier „The Fork and Broom Press“ in Oppenwehe greift diesen alten Brauch auf und lädt vom 25. bis 28. August zur Ausstellung in die Scheune neben dem Atelier. Vor dem stilvollen Hintergrund der kräftigen Eichenbalken sehen die Besucher die Vielfalt, die der Buchkunst als künstlerischem Format ihren Reiz gibt. Gezeigt werden Künstlerbücher, Einblattdrucke und Originalgraphiken.

Im Mittelpunkt stehen das aktuelle Künstlerbuch „Nichts bleibt, wie es war“ und die neuen Farblinolschnitte aus der Serie der Mühlengraphiken mit „Persönlichkeiten“ der Westfälischen Mühlenstraße.

Darüber hinaus wird ein Querschnitt von Werken aus früheren Jahren gezeigt. Im Zuge der Ausstellung beginnt zudem die „Mühlendruck-Challenge“. Mit dieser Mitmach-Aktion wird ein Neuzugang willkommen geheißen: Seit Mai gehört eine 400 Kilogramm schwere Druckpresse zum Team, die vor 70 Jahren im Traditionshaus Simmel in Pforzheim gebaut wurde. Vom 25. bis 28. August steht sie für jeden, der eigenhändig drucken möchte, bereit. „Mit der Mühlendruck-Challenge schlagen wir die Brücke zwischen dem Tag der Druckkunst und dem Kreismühlentag: beides Veranstaltungen, die traditionsreichem Handwerk gewidmet sind“, sagt Annette Dißlin, Inhaberin des Oppenweher Druckateliers. Für die Challenge stellt die Künstlerin eine Schwarzplatte aus der Reihe der Mühlengraphiken zur Verfügung. Wer teilnehmen möchten, kommt während der Öffnungszeiten der Ausstellung nach Oppenwehe in die Scheune neben dem „The Fork and Broom Press“, Oppenweher Straße 9. Auf der alten Presse kann dann jeder eigenhändig seinen Bogen bedrucken.

Das Motiv ist eine der Mühlen aus dem Kreis, gedruckt wird die Schwarzplatte in Schwarz. Den bedruckten Bogen nehmen die Teilnehmer dann mit nach Hause und – wenn die Druckerschwärze nach ein paar Stunden oder am nächsten Tag trocken ist – kolorieren das Motiv nach eigenen Vorstellungen. „Das Werk kann eine Einzel- oder Teamleistung sein. Es darf sowohl beim Drucken als auch beim Kolorieren zusammengearbeitet werden“, sagt Annette Dißlin.

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