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Bezirksregierung überreicht Zuwendungsbescheide für Kita- und Kurparkprojekte

750.000 Euro fließen nach Levern

Stemwede (WB). Grund zur Freude herrscht in Stemwede, denn für das so genannte Bildungszentrum im historischen Ortskern Leverns und für den Kurpark in Levern hat die Bezirksregierung Detmold der Gemeinde Fördermittel in Höhe von 750.000 Euro überreicht.

Bürgermeister Kai Abruszat und Fachbereichsleiter Jörg Bartel erhalten von Günter Heidemann sowie Martin Hempel von der Bezirksregierung Detmold die Zuwendungsbescheide. Das Geld unterstützt die Maßnahmen zum Umbau der Leverner Volksschule in eine Kindertageseinrichtung und zur Umgestaltung eines öffentlichen Kurparks in Levern. Foto:

Aufgrund der steigenden Geburtenzahlen im flächenreichen Gemeindegebiet hat sich der Bedarf nach Kindertageseinrichtungen erhöht und soll – auch dank der Fördermittel – mit mehr Kita-Plätze gedeckt werden. Ebenfalls wird durch das Geld vom Land auf Dauer der Tourismus- und Gesundheitsbereich weiter gestärkt.

So helfen Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro bei der Umnutzung der ehemaligen Volksschule zu einer Bildungseinrichtung mit weiteren sozialen Dienstleistungsangeboten. Die Bezirksregierung gewährt diese Fördersumme vom Land aus Mitteln der Dorferneuerung.

Acht Kindertageseinrichtungen

Zurzeit wird die Kinderbetreuung in Stemwede in acht Tageseinrichtungen wahrgenommen. Aus 13 Ortschaften werden Kinder in Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes, kirchlichen Trägern, der Arbeiterwohlfahrt und einer Elterninitiative betreut. Nach Berechnungen des Kreisjugendamtes besteht ein zusätzlicher Flächenbedarf in Stemwede für 3,5 Kita-Gruppen – eine in Oppenwehe, 0,5 in Dielingen und zwei in Levern.

Die ehemalige Volksschule in Levern wird derzeit als Verwaltungsgebäude von der Gemeinde Stemwede genutzt. Infolge der danebengelegenen Grundschule Levern und der Sporthalle ist die Umnutzung der Volksschule in ein Bildungszentrum aus Sicht der Gemeinde optimal. Zusätzlich könne mit der Einrichtung einer Kindertageseinrichtung das derzeitige Verwaltungsgebäude flächeneffektiver genutzt werden. Zudem werde das dorfbildprägende Schulgebäude durch die Umnutzung langfristig erhalten. Gleichzeitig sollen die Verwaltungsmitarbeitenden in einem geplanten Anbau an das Alte Amtshaus zentral untergebracht werden (wir berichteten).

Projekt »Bad« Levern rückt einen Schritt näher

Für die Umbaumaßnahmen konnten sich Architekturbüros bis zum 11. Juni mit einem Entwurf für die Umnutzung der Volksschule und den dadurch wegfallenden Räumlichkeiten der Verwaltung sowie mit dem Verwaltungsanbau an das Alte Amtshaus bewerben. Die Preisgerichtssitzung mit der Auswahl der Preisträger erfolgte am 24. September, so dass in den ersten zwei Oktoberwochen die Ausstellung der Entwurfspläne für die Öffentlichkeit im Rathaus der Gemeinde erfolgte. Der Gemeinderat soll möglichst noch in diesem Jahr abschließend entscheiden, ob die Maßnahmen zur Umsetzung kommen.

Außerdem rückt in Stemwede das Projekt »Bad« Levern einen Schritt näher Aus dem Förderprogramm Dorferneuerung erhält die Gemeinde Stemwede eine Fördersumme in Höhe von 500.000 Euro. Das Geld ist für die Gestaltung eines öffentlichen Kurparks zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Schaffung von zusätzlichen Freizeitangeboten gedacht.

Neuanlage eines Kurparks im Erholungsgebiet

Der Bereich um die historische Badeallee ist mehr als 150 Jahre alt und als Naturdenkmal geschützt. Mit der Neuanlage eines Kurparks im Erholungsgebiet um die Badeallee möchte die Gemeinde Stemwede den Gesundheits- sowie Tourismusbereich stärken. Am Ende der mit Eichen bepflanzten Allee befindet sich das ehemalige Heilbad Meyerhof, das zurzeit außer Betrieb ist. In Zusammenarbeit mit den Eigentümern wird die Wiederbelebung des Heilbades angestrebt. Die dort vorhandenen Schwefelquellen, die als die stärksten im nordwestlichen Deutschland gelten, sollen laut Bürgermeister Kai Abruszat »wieder erlebbar gemacht werden«.

»Mit den Förderbescheiden ist ein Grundstein für die Anerkennung des Heilbades geschaffen«, teilt die Gemeindeverwaltung mit. »Zuvor wird auf den staatlich anerkannten Luftkurort hingearbeitet. Derzeit erfolgt die einjährige Luftmessung vom Deutschen Wetterdienst.«

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