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50 Jahre »Lustige Heideböcke«: Jubiläumsfeier am 20. August im Moorhof – Festschrift mit Chronik

Aus Liebe zu Oppenwehe

Stemwede  (bo). Die »Lustigen Heideböcke« gibt es seit 50 Jahren. Das Jubiläum ihres Vereins wollen die Oppenweher am Samstag, 20. August, von 18 Uhr an im Moorhof feiern. Eingeladen sind die Mitglieder aller örtlichen Vereine, Clubs und Gruppen.

Das Vorstandsteam der »Heideböcke« mit (von links) Andreas Martens, Olaf Meuser, Jürgen Peglow, Heiko Becker und Daniel Spreen freut sich auf die Jubiläumsfeier.

Die »Heideböcke« sind längst zu einem festen Bestandteil der Dorfgemeinschaft gewor­den. Ihre Anfänge reichen in den Sommer des Jahres 1966 zurück. Damals hatten sich 15 Junggesellen getroffen, um den Verein zu gründen. Anlass war die Wahl des »Heide­prinzen« beim Heideblütenfest. »Heideprinz« wurde seinerzeit Mitbegründer Kurt Pries­meier. Bei der Gründungsversammlung, die vom ersten Vorsitzenden Hans-Jürgen Henke geleitet wurde, beschloss man, an der dörflichen Gemeinschafts­pflege mit­zuwirken. Finanziell trug sich der Verein zunächst durch wöchentlich verhängte »Strafgelder«, die zum Beispiel für Verspätungen fällig wurden.

Radio-Interview aus 1970

Bereits drei Jahre später, als Egon Henke den Vorsitz übernahm, hatten die »Heideböcke« einen guten Ruf, der bis zum Königssee nach Berchtesgaden reichte. Von dort erhielten sie nach einer gemeinsamen Veranstaltung in Oppenwehe ein Dankschreiben. Im Jahr 1969 knüpften die Vereinsmitglieder auch Kontakte zu einem ähnlichen Verein in Amelinghausen in der Lüneburger Heide. Beide Vereine trafen sich in den Folgejahren im Wechsel. Ein Höhepunkt der Vereinshistorie war das 1970 von WDR-Reporter Eitel Riefenstahl geführte Radio-Interview mit dem langjährigen Vorsitzenden Egon Rehburg (Ehrenvorsitzender) und Kassierer Günter Franz. Der Beitrag wurde landesweit gesendet.

Regelmäßig besuchten die »Heideböcke« Veranstaltungen zur Pflege der Dorfgemeinschaft, etwa Pokalwettbewerbe im Schießsport sowie Doppelkopf- und Skatturniere. Die Mitglieder veranstalteten zudem Fußballspiele, deren Erlös dem Altenclub, der Le­benshilfe oder dem Kindergarten zugute kam. 1976 wurde auf Initiative der »Heideböcke« erstmals das Firmenpokalturnier ausgerichtet. Der Erlös war und ist noch heute für die Jugendabteilungen der Vereine bestimmt.

Engagement für Behinderte

Ein Jahr später wurde das erste öffentliche Osterfeuer organisiert, das heute nur noch für Vereinsmitglieder veranstaltet wird. 1982 kam ein internes »Heidebockschießen« hinzu, das später durch ein Boßelturnier ersetzt wurde. Gut angenommen wird die Tannenbaum-Abholaktion im Januar, deren Erlös der Behindertenwerkstatt in Niedermehnen zur Verfügung gestellt wird.

Erster Vereinsvorsitzender war Hans-Jürgen Henke. Ihm folgten sein Bruder Egon Henke, dann Egon Büttemeier, Siegfried Biebusch, Egon Rehburg, Hans-Rudolf Galla, Karl-Heinz Leermann, Wilfried Waering, Ulli Rehburg und der aktuelle Vorsitzende An­dreas Martens. Zum Vorstandsteam gehören außerdem der zweite Vorsitzende Olaf Meuser, Kassierer Daniel Spreen und Schriftführer Heiko Becker.

Die »Heideböcke«, deren Mitgliederzahl auf 40 begrenzt ist, gründeten 1987 die »Altbockabteilung«, in der Mitglieder über 50 Jahren unter Sprecher Jürgen Peglow vereinigt sind. Zum Jubiläum gibt es eine Festschrift mit Chronik, die beim Vorstand nach dem Fest erworben werden kann.

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