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Kuppel-Show um Jungbauer: Lustiges Theaterstück in Wehdem

Bei den Bräuten fliegen die Fetzen

Stemwede (WB). Wenn die Mimen der »Heimatbühne Stemweder Berg« zum plattdeutschen Theater einladen, dürfen sich die Zuschauer auf äußerst unterhaltsame Stunden freuen.

Heidrun Mühlke

Hier fliegen die Fetzen: Die drei Kandidatinnen kämpfen nicht nur verbal um die Gunst des Jungbauern.Der Spaß beim Publikum ist beim ersten Heben des Vorhangs garantiert, wenn es in Wehdem heißt: »Melk mi to´n lesden Maal« Foto: Heidrun Mühlke

Auch in dem neuen Bühnenstück »Melk mi to´n lesden Maal« aus der Feder von Helmut Schmidt gelang es der Theatergruppe das Publikum in Hochstimmung zu versetzen.

»Melk mi to´n lesden Maal«

Für die herzerwärmende Komödie ernteten die glänzend aufgelegten Laienschauspieler immer wieder Lachsalben, Szenenapplaus und Beifallsstürme. Unterbrochen wurde der Dreiakter bei der Premiere am Sonntag in der voll besetzten Wehdemer Begegnungsstätte von einem gemütlichen Kaffeetrinken.

Die Sendung »Melk mi to´n lesden Maal« wird vom Fernsehsender »Kabel 3« auf dem Hof von Jungbauer Renko Meiners (Thorsten Geldmeyer) gedreht. Er hofft, »dat häi mett düsse Sendung die richtige Frau für den Hoff fien dait«.

Die drei Kandidatinnen Simone (Stefanie Klepper), Marie (Nadine Wessel) und Berta (Marianne Hohlt) kämpfen in der Kuppelshow um die Gunst des begehrten Landwirtes. Aber Renko kann sich nicht entscheiden. »Ik häv sei ale Dreie leiv«, bekennt er und treibt Moderator Hanno Griesberg (Manfred Quebe) zum Wahnsinn. »Up den Hoff is de Düvel los!«, ist er sich sicher.

»Dai olle Putze mout wech!«

Renko gefällt Marie mit ihren himmelblauen Augen genauso wie Simone, die durchaus andere Saiten aufziehen will, wenn es nicht nach ihrer Mütze geht. Aber auch die kratzbürstige Berta hat ihre Vorzüge und die ist sich schon mal sicher: »Dai olle Putze mout wech!« Damit meint sie Haushälterin Gisela (Ines Fieseler), die genauso wie der Angestellte Torben (Thomas Meyer) nicht daran glaubt, dass bei den drei Möchtegern-Bräuten die Richtige dabei sein kann.

Doch der Tag der Entscheidung rückt näher und noch immer ist Renko wenig entschlussfreudig. »Jede in öhre Art is de Richtige för mi un up den Hoff«, beteuert er, und auch Standesbeamtin Michaela Berger (Annika Marten), die ganz aus dem Häuschen ist, »dat sei int Fernsehen kümmt«, sieht dem Ereignis mit Sorgenfalten auf der Stirn entgegen.

Vater kommt aus dem Knast

Richtig turbulent wird es, als Renkos seit drei Jahren verschollener Vater Johann (Hartmut Winkelmann) wieder auftaucht. Dass der nicht verreist war, sondern im Gefängnis saß, macht die Geschichte nochmals witziger.

Mit launigen Dialogen und deftigen Sprüchen brillierten die Akteure auf der Bühne und zeigten einmal mehr ihre große Spielfreude. Bei Texthängern half Flüstertante Heidrun Winkelmann auf die Sprünge, die Maske lag in den Händen von Sabine Guder und Thomas Wessel zeichnete sich für die Technik verantwortlich.

Ob Renko am Ende heiraten wird? Lassen Sie sich überraschen! Denn der Dreiakter wird noch viermal zu sehen sein. Die Heimatbühne Stemweder Berg lädt zu weiteren Vorstellungen für Sonnabend, 2. März, 20 Uhr, Sonntag, 3. März, 19 Uhr, Sonnabend, 9. März, 20 Uhr und Sonntag, 10. März, 19 Uhr in die Begegnungsstätte Wehdem ein.

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