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Filmdokumentation mit Zeitzeugen aus der Gemeinde Stemwede

Den Krieg als Kind erlebt

Stemwede (WB). Wahre Geschichten und ergreifende Erlebnisse zeigt die Filmdokumentation über Kinder in der Kriegs-und Nachkriegszeit im Gebiet der heutigen Gemeinde Stemwede. »Zwischen Fahnenspruch und Dreschkasten« lautet der Titel des Films, für den Frank Spreen-Ledebur akribisch recherchierte und zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen führte.

Heidrun Mühlke

Initiatoren, Zeitzeugen und auch die Darsteller haben sich über eine gelungene Premiere des Films »Zwischen Fahnenspruch und Dreschkasten« gefreut. Foto: Heidrun Mühlke

Am Freitagabend wurde der Film erstmals in der Wehdemer Begegnungsstätte der Öffentlichkeit präsentiert. Unter den Gästen zur Premiere war auch Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat, der die Besucher zu diesem ganz besonderen Anlass willkommen hieß. »Dieser Film stellt ein beeindruckendes Zeugnis lokaler Zeitgeschichte dar«, sagte der Verwaltungschef.

8000 Euro von der Gemeinde

Mit 8000 Euro habe sich die Gemeinde Stemwede zu zwei Dritteln an der Produktion beteiligt, der Rest sei durch großzügige Spenden zusammengekommen. »Das Geld ist gut angelegt, denn es geht um das zeitgeschichtliche Wissen unserer Gemeinde«, betonte Abruszat.

Auf Anregung der Gemeinde- und Ortsheimatpflegerinnen sowie -pfleger aus Stemwede habe die Gemeinde den Film in Auftrag gegeben. Produziert wurde die Dokumentation von der Medienwerkstatt Minden-Lübbecke, unter der Regie von Frank Spreen Ledebur und Redaktion von Susanne Johanning.

Projekt gegen das Vergessen

Redaktionelle Unterstützung gab es auch vom Stadtarchiv Lübbecke sowie dem Archiv der Gemeinde Stemwede. »Eine ganze Reihe von Bürgerinnen und Bürgern haben sich als Zeitzeugen zur Verfügung gestellt und sorgen durch ihre ganz persönlichen Erlebnisse und Beiträge dafür, dass das Geschehene sowohl in Deutschland als auch vor Ort nicht in Vergessenheit gerät«n hieß es.

»Der Film ist sowohl ein Projekt gegen das Vergessen als auch ein Beitrag zum Frieden gegen Gewalt sowie für das Leben und unsere kommunale Demokratie«, machte der Bürgermeister deutlich.

Kinder sollen Film sehen

Kai Abruszat dankte ausdrücklich den Zeitzeugen, die sich für den Film für Interviews zur Verfügung gestellt hatten. Das waren Irmgard Bohne, Inge Gildenstern, Günter Kröger, Wilhelm Lampe, Wilhelm Lindemann, Friedrich Menke, Erich Schumacher, Helmut Piper und Dr. Heiner Koop. Sie alle haben Frank Spreen-Ledebur aus ihrer Erinnerung an die Zeit berichtet. Gleichermaßen ging der Dank des Gemeindeoberhauptes auch an die Laienspieler in den Spielszenen Antje und Lotta Egbert, Johanna Gerst, Julia Kallmeyer, Bas Koppe und Christin Tirre.

»I ch möchte, dass dieses besondere filmische Dokument unseren Kindern in Stemwede mit gesamthistorischer Einordnung gezeigt wird«, wünschte sich der Bürgermeister.

Acht Stunden Interviews

»Unsere Zeitzeugen waren damals Kinder«, erklärte Regisseur Frank Spreen-Ledebur. Insgesamt seien etwa acht Stunden bewegendes Interviewmaterial zusammengekommen, das für den Film ausgewertet worden sei. Entstanden ist eine außergewöhnliche Inszenierung um zeitgeschichtliches heimisches Wissen.

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