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Kunden dürfen ihre Lebensmittelkisten ab sofort in Oppendorf abholen

Die Stemweder Tafel hat einen neuen Standort

Oppendorf

Die Stemweder Ausgabestelle der Tafel Lübbecker Land hat einen neuen Standort. Seit Beginn dieses Monats hat die Stemweder Tafel in Oppendorf, Stemwederberg Straße 112 b geöffnet.

Heidrun Mühlke

Günter Kröger freut sich über tatkräftige Hilfe seines Teams bei der Stemweder Ausgabe der Tafel Lübbecker Land. Foto: Heidrun Mühlke

 „Der neue Standort ist ideal, hier haben wir unsere eigenen Räumlichkeiten und auch Möglichkeiten haltbare Lebensmittel zu lagern“, sagt der Vorsitzende Günter Kröger.

Viele Jahre war die Stemweder Ausgabestelle der Tafel Lübbecker Land im DRK-Heim in Wehdem zu finden. „Wir waren natürlich froh, dass wir dort die Räumlichkeiten mit benutzen durften“, sagt Kröger und sagt der DRK-Leitung Susanne und Uwe Altvater dafür herzlichen Dank.

Gelände zu eng

Aber dort gab es keine Lagermöglichkeiten und die Räumlichkeiten mussten nach jeder Ausgabe wieder hergerichtet werden, weil sie auch anderweitig genutzt wurden. „Hier in Oppendorf haben wir unser eigenes kleines Häuschen“, freut sich Kröger.

Günter Krüger freut sich, dass die Stemweder Ausgabestelle der Tafel Lübbecker Land einen neuen Standort in Oppenwehe an der Stemwederberg Straße gefunden hat. Foto: Heidrun Mühlke

Das Gebäude an der Stemwederberg Straße in Oppendorf wurde früher als Gefrieranlage für das Gasthaus Bosse genutzt, später hatten Reservisten hier ein Heim gefunden. Nun stand es leer und der Eigentümer Friedrich Bosse hat es der Stemweder Ausgabestelle der Tafel kostenlos zur Verfügung gestellt.

Viel zu tun

„Es gab natürlich viel zu tun, bis wir es nutzen konnten“, erzählt Kröger. Binnen neun Wochen hätten Tafelmitarbeiter und viele freiwillige Helfer die Sanierungsarbeiten gestemmt. Viel Unterstützung gab es auch von hiesigen Firmen, die Material bereitgestellt haben, um eine kostengünstige Realisierung des Vorhabens zu gewährleisten.

Derzeit gibt es insgesamt 37 Helfer bei der Stemweder Tafel. Drei Frauengruppen, die zum Packen der Kisten mit den Lebensmitteln zuständig sind, zwei Frauen sitzen an der Annahme. Jeden Mittwoch bei der Ausgabe sind elf Helfer dabei, darunter auch vier Männer, die kräftig mit anpacken.

Das Gebäude der Ausgabestelle bietet viel Platz, um die Kisten zu packen. Auch Lagerraum für Lebensmittel ist vorhanden. Foto: Heidrun Mühlke

Gerechte Verteilung

Denn wenn am Mittwochmorgen der Lkw mit den Lebensmitteln für die Tafel anrollt, gibt es viel zu tun. Sämtliche Waren müssen entladen werden, bevor sie in die Kisten gepackt werden. Für die Ausgabe hat sich das Team ein besonderes System mit farbigen Berechtigungskarten ausgeklügelt, damit die Verteilung gerecht an die Bedürftigen von statten gehen kann.

„Wir wissen so auch genau, wie viele Leute wir zu erwarten haben“, so Kröger. Es kämen natürlich auch immer wieder neue Kunden hinzu. „Wer keine Berechtigungskarte hat muss sich hinten anstellen“, macht er deutlich. Mit leeren Händen würde aber lieber nach Hause geschickt.

Weniger Spenden

Allerdings stehen einige Sorgenfalten auf Krögers Stirn, wenn er an die Zukunft denkt. „Es wird demnächst immer weniger Lebensmittelspenden geben, die uns zur Verfügung stehen - dann wird´s eng!“ Man sei natürlich dankbar für jegliche Unterstützung aus der Bevölkerung. „Jede Spende hilft uns weiter!“

Auch für die besonderen Weihnachtskisten, die am Sonnabend, 3. Dezember abgeholt werden können, ist wieder Unterstützung aller Bürger gefragt: die Weihnachtskiste, gepackt von Bürgern für Menschen, die sich oft nur das Notwendigste leisten können, ist zur Weihnachtszeit ein ganz besonderes Geschenk.

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