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Bürger erarbeiten Konzept für Dorfgemeinschaftshaus – Nur umsetzbar mit Zuschüssen

Drohne wagt das Projekt Immen-Klause

Stemwede (WB). In Drohne haben sich Bürger aus der Dorfgemeinschaft in mehreren intensiven Gesprächen Gedanken um die Zukunft der Immen-Klause gemacht.

Dieter Wehbrink

So sieht die Immen-Klause heute aus. Die Drohner Dorfgemeinschaft möchte sie umbauen und sanieren. Foto: Dieter Wehbrink

Das Haus, das der Gemeinde Stemwede gehört, dient als Treffpunkt der Drohner Vereinsgemeinschaft, ist allerdings sehr sanierungsbedürftig. Vor allem die nicht vorhandene Wärmedämmung ist ein Schwachpunkt, der die Energiekosten hochtreibt. Der energetische Standard entspricht dem Jahr 1972. Es gibt lediglich Fenster mit Einfachverglasung.

Viel Eigenleistung eingeplant

Die Gemeinde wollte das Gebäude aus Kostengründen gern an die Drohner Vereine übertragen, doch die trauten es sich wegen der Größe des Objekts und der hohen Bewirtschaftungskosten bislang nicht zu. Aber jetzt winken aus dem Topf der Bezirksregierung hohe Zuschüsse für die Sanierung Deshalb trafen sich etwa 40 Drohner regelmäßig und loteten aus, wie die Immen-Klause mit viel Eigenleistung und Zuschüssen zukunftsfähig umgebaut werden kann.

Die erarbeiteten Pläne werden jetzt der Gemeinde vorgestellt. Die Drohner bitten sie darum, vorsorglich einen Zuschussantrag bei der Bezirksregierung zu stellen Die Frist dafür endet bereits am 28. Februar.

Optimistische Ratsfrau

»Der Antrag kann noch rechtzeitig nach Detmold geschickt werden«, ist die Drohner Ratsfrau Brigitte Höger-Allhorn (CDU) optimistisch. »Wir hoffen darauf, dass wir den Zuschuss bekommen und wollen auch die Gemeinde Stemwede bitten, sich an den Umbaukosten zu beteiligen. Ohne Geld können wir die Immen-Klause trotz großer ehrenamtlicher Anstrengung nicht ausbauen.«

Dorfgemeinschaftsverein zahlt Bewirtschaftungskosten

Die Immen-Klause solle künftig ein Dorfgemeinschaftshaus und keine Feierhalle werden, sagte Höger-Allhorn. Es sei vorgesehen, einen Dorfgemeinschaftsverein zu gründen, der hinterher den Unterhalt der sanierten Immen-Klause komplett finanziell selbst trage. »Das wird definitiv auch die Bedingung der Gemeinde Stemwede sein – so, wie sie es bei den geplanten Dorfgemeinschaftshäusern in Oppendorf und Niedermehnen auch verlangt.«

Dazu ein Kommentar von Dieter Wehbrink:

Das 500-Seelen-Dorf Drohne schob in Sachen Immen-Klause einigen Frust vor sich her. Verständlich waren die Sorgen der Bürger und Vereine, dass der kleine Ort mit der Übernahme dieses großen Objekts überfordert sei. Insofern waren diesbezügliche Forderungen der Gemeinde nicht ganz fair – erst recht nicht die Drohung, die kostenintensive Immen- ­Klause notfalls zu schließen. Der saalartige Komplex lässt sich eben nicht mit Sportheimen und Schützenhallen größerer Dörfer vergleichen.

Der Entschluss, jetzt die Gelegenheit beim Schopf zu packen, Pläne zu erstellen und den Zuschussantrag an die Bezirksregierung auf den Weg zu bringen, ist richtig. Gefüllte Zuschuss-Töpfe stehen bereit, um Wünsche zu verwirklichen. Und das Versprechen, die späteren Bewirtschaftungskosten der Immen-Klause komplett selbst zu tragen, dürfte die Gemeinde entlasten. Bravo, Drohne!

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