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Wohltätigkeitskonzert: Haldemer Gebäude muss saniert werden 

»Echolot« singt für Kapelle 

Haldem (weh). In der Mitte des Dorfkerns auf dem Haldemer Friedhof befindet ein historisch und kulturell wertvolles Gebäude – die Heilig-Kreuz-Kapelle. Sie ist derzeit leider arg sanierungsbedürftig und deshalb ein Sorgenkind.

Der Chor Echolot ist in Stemwede eine feste Größe in der Musiklandschaft. Er singt am Dienstag, 6. Januar, zugunsten der Sanierung der Heilig-Kreuz-Kapelle in Haldem. Foto:

 Mit einem Konzert möchte der Haldemer Chor »Echolot« am 6. Januar dazu beitragen, die so dringend notwendige Sanierung mit auf den Weg zu bringen. »Die Einnahmen der Veranstaltung sollen der Gemeinde Stemwede für die Renovierung zur Verfügung gestellt werden«, sind sich die Chormitglieder einig.

 Alle Menschen, denen der Erhalt des historischen Gebäudes genau so am Herzen liegt wie »Echolot«, sind daher eingeladen, am 6. Januar um 19 Uhr in die Heilig-Kreuz-Kapelle zu kommen. Da an diesem Tag die Weihnachtszeit im Kirchenjahr endet, erwartet die Besucher beim Benefizkonzert ein bunter Mix aus Weihnachtsliedern und anderen Stücken.

 Die Sänger und Sängerinnen um Chorleiterin Sarah Seeger freuen sich schon jetzt auf ein tolles Konzert für den guten Zweck mit vielen Zuhörern.

 Die Entstehung der Kapelle geht auf das Jahr 1621 zurück. In ihrem Inneren befinden sich mit dem Altaraufsatz von 1530, der Kanzel aus 1621, dem Opferstock und dem Taufstock aus 1790 und der Orgel aus dem Jahre 1840 Gegenstände von sehr großem Wert.

 Seit vielen Jahren ist das Gebäude vom Verfall bedroht. Feuchtigkeit tritt in die Kapelle ein, Putz fällt von den Wänden, Balken sind morsch und das Dach undicht. Aufnahmen der Gemeindeverwaltung dokumentieren dies eindrucksvoll. Vor allem die letzten Schneewinter haben die Schäden vergrößert, und auf den derzeitigen Winter blickt die Gemeinde ebenfalls mit Sorge. Eine Renovierung konnte noch nicht erfolgen, obwohl die Gemeinde Stemwede bereits 2013 Mittel in den Haushalt eingestellt hatte. Zunächst muss die stillgelegte Discothek und Gastwirtschaft Schemme aberissen werden, die sich direkt an die Kapelle anschließt. Der neue Besitzer des Gebäudes, die Firma Depenbrock Bau aus Arrenkamp, hat nach eigenen Angaben noch kein Abrissunternehmen gefunden, das die Arbeiten erledigten könnte. Grund sind volle Auftragsbücher solcher Fachfirmen. Jetzt hoffen alle Beteiligten, dass der Abriss der früheren Disco in 2015 erfolgen und danach die Sanierung der Kapelle beginnen kann.

 Schon im Jahr 2011 schätzte Klaus Tellbüscher von der Gemeinde Stemwede den Kostenrahmen für die Kapellen-Sanierung auf mindestens 210000 Euro. Die Gemeinde hatte bei der Bezirksregierung Zuschüsse beantragt – ohne Erfolg. In Detmold war kein Geld in den Fördertöpfen.

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