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Neuer Sitzungssaal eingeweiht – Namensgebung nach Unternehmer-Ehepaar

Gemeinde ehrt Ehepaar Ulderup

Stemwede-Levern (WB). Die Gemeinde Stemwede hat jetzt einen Sitzungssaal. Er ist nach dem Unternehmerehepaar Irmgard und Dr. Jürgen Ulderup benannt worden. Zur Einweihung hat Bürgermeister Kai Abruszat Bürgermeisterkollegen aus der Nachbarschaft begrüßt. Mit dabei ist auch Alt-Bürgermeister Günter Heselmeier gewesen.

Michael Nichau

Einweihung mit Bürgermeister-Kollegen (von links): Frank Riechmann (Lemförde), Matthias Kreye (Wagenfeld), Altbürgermeister Günter Heselmeier, Christel Senckel (Espelkamp), Kai Abruszat, Gerd Uphoff (Hille) und Frank Haberbosch (Lübbecke). Foto: Nichau

»Platz ist in der kleinsten Hütte« zitierte Abruszat in seiner Begrüßungsrede Friedrich Schiller. Denn: Nicht allzu groß ist der Versammlungsraum. Er bietet zum Beispiel keinen Platz für eine Ratssitzung, jedoch für Ausschüsse. Gelungen ist damit der Umbau eines Raumes, an der Turnhalle Levern, in dem ganz früher Handarbeitskurse gegeben wurden und der in der Vergangenheit eher ein Schattendasein fristete.

»Es muss Ziel sein, den Kontakt zu den anderen Gemeinden, auch in der niedersächsischen Nachbarschaft zu halten«, hießt Abruszat dort die Vertreter aus Wagenfeld und Lemförde, Matthias Kreye und Frank Riechmann willkommen. Aus Lübbecke war Frank Haberbosch gekommen, um die Einweihung zu verfolgen. Espelkamp wurde durch Christel Senckel vertreten und die Gemeinde Hille durch Dezernatsleiter Gerd Uphoff.

Bewusste Wahl

»Der Sitzungssaal heißt bewusst Ulderup-Saal«, betonte Stemwedes Bürgermeister. »Ohne die großzügige Unterstützung der Ulderup-Stiftung wäre die Realisierung des Projektes nicht möglich gewesen«, unterstrich er. Doch wolle man mit der Namensgebung vor allem das Unternehmerehepaar würdigen und ehren, das maßgeblichen Anteil an der Umgestaltung Stemwedes von der agrarischen zur Industrieregion hatte. »Die Ulderups haben den Menschen hier zukunftsorientierte Arbeits­plätze gegeben und Dielingen ist letztlich immer noch der größte Standort von ZF-Friedrichshafen am Stemweder Berg«, sagte Abruszat.

»Das alles ist zurückzuführen auf ein Unternehmerehepaar mit Charisma. Es ist klug und wichtig, dass sich die Mitglieder des Gemeinderates dieser Dinge bewusst sind und mit der Namensgebung ein Zeichen setzen wollen.«

Vertreter der Ulderup-Stiftung freuen sich

Dr. Joachim Meinecke von der Ulderup-Stiftung beschrieb den Auftrag seiner Einrichtung, der vor allem in der Förderung von Ausbildung und Forschung liege. Er freute sich vor allem darüber, dass eine Tafel mit der Präambel der Stiftungssatzung auf das Ehepaar Ulderup verweist. »Uns ist es auch ein Anliegen dem Gemeinwesen zu nützen«, sagte er. »Hier kann jetzt jeder erfahren für welches Lebenswerk die Ulderups gestanden haben«, schätzte er die Namensgebung des Raumes. »Unternehmen ist besser als unterlassen«, sei das Motto von Jürgen Ulderup gewesen. »Die Gemeinde ehrt hier die Eheleute Ulderup und ihr Engagement für die Region in besonderer Weise. Das Ehepaar hätte sich sehr über diese Würdigung gefreut, wenn es noch leben würde«, sagte er.

Musikalisch umrahmt wurde die kleine Einweihungsfeier, bei der Mitglieder aus Verwaltung und Rat anwesend waren, mit Geigenmusik von Justus Varvaras, einem Stipendiaten der Sparkassen-Stiftung.

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