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Ministerium nennt Regeln: Brauchtumsfeuer dürfen nur die in der Ortsgemeinschaft verankerten Organisationen und Vereine anzünden

Gemeinde warnt: „Osterfeuer anmelden!“

Stemwede

Die Gemeinde Stemwede hatte bereits angekündigt, dass in diesem Jahr Brauchtumsfeuer und Gemütlichkeitsveranstaltungen an Karsamstag oder Ostersonntag grundsätzlich möglich sind. Allerdings verweist die Verwaltung auf die Regelungen des NRW Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz.

Für Osterfeuer gelten Regeln, die unbedingt beachtet werden sollten, um Ärger zu vermeiden.

Zwar ist immissionsschutzrechtlich das Verbrennen und Abbrennen von Gegenständen im Freien grundsätzlich untersagt, soweit dadurch die Nachbarschaft oder Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden. Das Landesrecht räumt aber Ausnahmen ein.

Osterfeuer sind dabei als sogenannte Brauchtumsfeuer rechtlich anerkannt, soweit diese „von in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaften, Organisationen oder Vereinen ausgerichtet werden und im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung für jedermann zugänglich sind“.

Diese Gemütlichkeitsveranstaltungen sind nicht genehmigungspflichtig, allerdings müssen die Feuer vorab bei der Gemeindeverwaltung angezeigt werden. Auch gelten in Bezug auf Verbrennungsort, Aufsicht und Sicherung eines solchen Feuers konkrete Regeln, die unter anderem auf der Homepage der Gemeinde Stemwede einzusehen und verbindlich sind. Generell gilt: das Entsorgen von Baum-, Strauch- oder Grünschnitt und gleichgelagertem Abfall über Feuerstätten ist laut Landesimmissionsschutzgesetz verboten und kann bei Missachtung Bußgelder nach sich ziehen.

Wer in Stemwede am Karsamstag oder Ostersonntag noch ein Brauchtumsfeuer plant, meldet sich bitte umgehend vorab per E-Mail oder auch telefonisch in der Gemeindeverwaltung bei Norbert Gräber (n.graeber@stemwede.de; 05745/ 788 99 912). Anzugeben sind Name, Kontaktdaten und Telefonnummer eines Verantwortlichen sowie der Abbrennort, die Anzahl der teilnehmenden Personen und das zur Verbrennung kommende Material. Einhergehend mit der Anmeldung eines Feuers verpflichten sich die Veranstalter, die geltenden und auf der Homepage der Gemeinde Stemwede (www.stemwede.de) einzusehenden Regelungen einzuhalten.

Es gelten strenge Vorschriften: Der Verbrennungsort muss mindestens 100 Meter von bewohnten Gebäuden, Wäldern, Mooren und Heiden, 50 Meter von öffentlichen Verkehrsflächen und 25 Meter von Hecken, Gebüschen, ähnlichen Anpflanzungen und sonstigen baulichen Anlagen entfernt liegen. Zu Wirtschaftswegen sind mindestens 10 Meter Abstand einzuhalten.

Der Veranstalter ist vor Ort für die Einhaltung aller Sicherheitsvorschriften verantwortlich, insbesondere darf der Verbrennungsort erst verlassen werden, wenn das Feuer vollständig erloschen und auch bei aufkommendem Wind ein Funkenflug ausgeschlossen ist. Gegebenenfalls ist eine Brandwache einzurichten.

Außerdem sind alle erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit insbesondere Kinder und hilfsbedürftige Personen sowie der Straßenverkehr nicht gefährdet werden.

Jedes Feuer verursacht Belastungen der Umwelt, insbesondere der Luft. Es ist sicher zu stellen, dass diese so gering wie möglich bleiben.

Es dürfen daher ausschließlich trockene pflanzliche Rückstände verbrannt werden. Das Verbrennen von Müll aller Art oder Sondermüll, etwa Altreifen, Altöl, Benzin oder Kunststoffen ist gesetzlich verboten und ordnungswidrig oder sogar strafbar. Auch zum Anzünden dürfen nur Stroh oder Reisig verwendet werden.

Das zur Verbrennung vorgesehene Material darf erst unmittelbar vor dem Anzünden aufgeschichtet werden. Sollte gesammeltes Brennmaterial bereits länger am vorgesehenen Ort der Verbrennung liegen, ist es vor dem Anzünden umzuschichten, um Kleintieren und Vögeln, die sich oftmals in derartigen Haufen aufhalten, die Flucht zu ermöglichen. Das Feuer ist deshalb auch zunächst nur von einer Seite aus in Brand zu setzen.

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