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Wellness, Gesundheit, Kultur, Sport, Natur und Prävention sollen an der Badeallee in Stemwede-Levern entstehen.

Große Pläne für das Leverner Kurpark-Gelände

Levern

Um die Weiterentwicklung von Levern zum staatlich anerkannten Luftkurort geht es am Mittwoch, 24. Februar, in der Sitzung des Stemweder Haupt- und Finanzausschusses.

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Die Schwefelquellen sollen bei der Kurparkentwicklung eine Rolle spielen und „erlebbar“ gemacht werden. Foto: Dieter Wehbrink

(WB/weh). . Thema ist die Umgestaltung und Erweiterung des öffentlichen Kurparks an der Badeallee.Die Gemeindeverwaltung schlägt dem Ausschuss vor, für dieses Großprojekt eine Arbeitsgruppe – ähnlich wie beim Projekt Wohnquartier historischer Ortskern – zu bilden und einen Planungswettbewerb durchzuführen.

Erste Ideen formuliert die Gemeindeverwaltung bereits in den Ausschuss-Unterlagen. „Ein Fokus soll auf der Entwicklung neuer Gesundheits- und Wellnessangebote liegen, um langfristig den Bad-Charakter Leverns zu reaktivieren und zu stärken“, heißt es. „Dabei soll sich das neue Angebot in erster Linie an den veränderten Wünschen und Bedürfnissen Erholungssuchender orientieren. Nicht die klassische Kur/Reha, sondern moderne Angebote im Bereich Wellness, Gesundheit, Kultur, Sport, Natur und Prävention – auch ausgerichtet auf Kurzzeit-Nachfrager – sollten im Mittelpunkt der Ausgestaltung stehen.“ Ein wesentlicher Baustein ist auch der von Levern angestrebte Titel „Luftkurort“. Die Messergebnisse der Luft, vorgenommen vom Deutschen Wetterdienst, waren vielversprechend.

Als Kriterien für den Planungswettbewerb schlägt die Stemweder Gemeindeverwaltung unter anderem Folgendes vor:

Als zentraler Kurpark für die gesamte Gemeinde soll das neugestaltete Areal allen Stemwedern als Naherholungs- und Freizeitangebot dienen, aber auch über Ortsgrenzen hinaus ein touristisches Angebot sein. Es soll Angebote für alle Altersklassen bieten und barrierefrei sein.

Innerhalb des Planungsbereiches befinden sich insgesamt – jeweils in Privateigentum – sechs Quellen mit reichhaltigen Mineralien. Neben einem Süßwasserbrunnen und einem Stahlwasserbrunnen gibt es vier Schwefelquellen, wovon eine als die stärkste in ganz Nordwestdeutschland gilt.

Die Ursprünge der Heilkraft der Quellen aus Levern gehen zurück bis in das 17. Jahrhundert. „Diese Angebot gilt es – in welcher Form auch immer – zu reaktivieren und erlebbar zu machen“, schreibt die Verwaltung. Sie hat sich bereits über entsprechende Fördermittel gefreut.

Denkbar wären Zapfstellen, (digitale) Informationsangebote oder ein Brunnenhaus. Dabei soll auch die Bedeutung von Schwefelwasser als natürliches Arzneimittel herausgestellt werden.

Zur Gesundheitsförderung gehören auch aktive Bewegungsangebote. Die Planungen können daher auch Spielangebote für Jung und Alt berücksichtigen. Denkbare Angebote wären:a. Die Errichtung einer Boulebahn (möglicherweise als „Lardy-Bahn“ im Rahmen der Städtepartnerschaft Stemwede-Lardy, Boule ist französischer Nationalsport).b. Die Errichtung eines Niedrigseilgartens. c. Aufstellung von Outdoor-Fitnessgeräten (etwa wie im „Garten der Generationen“ im Kurpark Bad Holzhausen).

Sofern finanziell darstellbar und wasserrechtlich zulässig, soll auch die Anlage eines Kurparkteiches berücksichtigt werden. In dem Zusammenhang wäre zudem die Anlage eines Kneipp-Beckens (Wassertretbecken) denkbar und wünschenswert.

Die Badeallee als Pforte zum neuen Kurpark: Die Eichenallee ist als einmaliges Naturdenkmal in die Planungen mit einzubinden, herauszustellen und unbedingt zu erhalten.

Alle Maßnahmen sind unter Berücksichtigung eines effektiven Natur- und Klimaschutzes vorzunehmen. Bei Neuanpflanzungen sollen solche Arten gewählt werden, die mit erwartbaren Klimaveränderungen (höhere Temperaturen, mehr Trockenheit)besser zurechtkommen.

Der Kurpark soll außerdem als natürliches Habitat für Bienen und Insekten dienen. Auch dies ist bei etwaigen Neuanpflanzungen unter Berücksichtigung der biologischen Vielfalt zu berücksichtigen.

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