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Anlage in Schule funktionierte nicht – Kinder müssen zumindest nicht mehr bibbern

Heizungsstreit endet mit Vergleich

Stemwede (WB). „Die Funktionsweise der Heizung ist zwar immer noch nicht optimal, aber sie erfüllt jetzt ihren Zweck: Sie läuft und heizt die Klassenzimmer auf, so dass die Schüler nicht frieren müssen.” Diese Bilanz zog Ansgar Matern, Leiter der Grundschule Oppenwehe, im Gespräch mit dieser Zeitung.

Dieter Wehbrink

Der Ärger mit der Oppenweher Schulheizung, hier ein Bild aus der „Nachbesserungsphase“, ist beendet. Foto: Dieter Wehbrink

Die vor fast zehn Jahren neu installierte Heizung der Schule, im Zuge der Wirtschaftskrise 2008 auch mit Mitteln aus dem damaligen Konjunkturpaket finanziert, entpuppte sich seinerzeit schnell als Ärgernis, denn sie funktionierte nicht wie gewünscht. Ansgar Matern hatte damals darauf hingewiesen, dass bei großer Kälte einige Klassenzimmer nicht richtig warm zu bekommen seien.

Wechselseitiger Verzicht

Die Folge war ein langwieriger Rechtsstreit, der sich für die Gemeinde Stemwede über viele Jahre hinzog. Doch dieser ist jetzt beendet worden, wie Bürgermeister Kai Abruszat dieser Zeitung auf Anfrage berichtete: „Es ist zutreffend, dass die Parteien des Rechtsstreits einen Vergleich geschlossen haben. Ein noch weiter andauernder langwieriger Prozess mit ungewissem Ausgang nützt niemandem,“ sagte Abruszat.

Gegenstand des Vergleichs sei der wechselseitige Verzicht von Ansprüchen gewesen, um das Verfahren zu einem gütlichen Ende zu bringen. „Die Gemeinde Stemwede braucht keine Zahlungen mehr zu leisten und der damalige Vertragspartner seinerseits keine Leistungen zugunsten der Gemeinde mehr erbringen“, berichtete der Bürgermeister.

Neu aufgestellt bei Gebäudebewirtschaftung

Seit der Montage der Anlage war deren Funktion immer wieder Gegenstand von Beratungen in Betriebsausschuss und Rat der Gemeinde gewesen. Auch die Kommunalpolitik zeigte sich verärgert über die nicht funktionierende Heizung. „Die Anlage, die vor knapp zehn Jahren installiert worden ist, läuft zwar nicht immer störungsfrei, aber zumindest so, dass sie ihren Zweck erfüllt“, bestätigte auch Kai Abruszat. Inzwischen sei die Anlage sowieso nicht mehr auf dem neusten Stand der Technik, aber es sei derzeit seitens der Gemeinde keine technische Sanierung erforderlich und auch nicht geplant, erläuterte Abruszat. Im Hinblick auf die Bewirtschaftung ihrer eigenen Gebäude – und dazu zählt auch die Oppenweher Grundschule einschließlich der Heizungsanlagen – hatte sich die Gemeinde Stemwede vor längerer Zeit ohnehin neu aufgestellt. Sie arbeitet jetzt mit dem Arrenkamper Unternehmen Depenbrock zusammen.

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