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Gemeinde Stemwede bildet Arbeitskreis – Ziele sind Wellness, Fitness, Erholungswert und Brunnen-Wiederbelebung in Levern

Hier geht es in den künftigen Kurpark

Stemwede (WB).

Die Planungen für einen Kurpark in Stemwede-Levern werden konkreter. Entsprechende Beschlüsse fasste jetzt der Stemweder Gemeinderat.

Dieter Wehbrink

Die Badeallee ist eine der schönsten Straßen in Stemwede. Sie soll die Eintrittspforte für den künftigen Leverner Kurpark sein. Ihre Fahrbahndecke bekommt dafür eine vorsichtige Sanierung, um die Wurzeln der Bäume nicht zu beschädigen. Foto: Dieter Wehbrink

Ein Arbeitskreis aus Vertretern der Ratsfraktionen und lokaler Akteure wurde beschlossen und bereits weitgehend eingerichtet. Und weil in Levern ein besonders wertvolles, attraktives Areal mit möglichst kreative Lösungen entstehen soll, schreibt die Gemeinde einen Planungswettbewerb aus.

Erste wichtige Voraussetzungen sind gegeben: Der Deutsche Wetterdienst bescheinigt dem Stiftsort ein gutes Klima (wir berichteten), und vom Land NRW sind aufgrund von zwei Anträgen der Gemeinde 500.000 Euro für erste Gestaltungsmaßnahmen zugesagt. Wie in der Sitzung erläutert wurde, bedingt das Abrufen der 500.000 Euro, dass die Gemeinde einen Eigenanteil von 269.400 Euro aufbringt. Die Maßnahmen sind bis zum 28. Februar 2024 durchzuführen.

Das ist geplant:

Folgende Arbeiten sind vorgesehen:Behutsame Oberflächenerneuerung der Eichenallee (Naturdenkmal), Schaffung von Sportangeboten und Seniorenaktivitäten, Entrümpelung und Entwicklung der Waldvegetation, Erneuerung der Vegetation durch diverse Neuanpflanzungen, Schaffung von Sitzplätzen und die Errichtung eines Pavillons als Ort für Veranstaltungen.

Die Gemeindeverwaltung empfiehlt, einen Planungswettbewerb für die Gestaltung des künftigen Kurparks durchzuführen. Die Planer, die sich hierfür bewerben, sollen nach Ansicht der Verwaltung folgende Kriterien berücksichtigen:

Als zentraler Kurpark für die gesamte Gemeinde soll der neu gestaltete Kurpark allen Stemwedern als Naherholungs- und Freizeitangebot dienen und sich gleichermaßen als ein über die Ortsgrenzen hinaus wahrnehmbares touristisches Angebot etablieren. Er soll Angebote für alle Altersklassen bieten und barrierefrei sein.

Outdoor-Fitnessgeräte

Ein Fokus soll auf der Entwicklung neuer Gesundheits- und Wellnessangebote liegen, um langfristig den „Bad-Charakter“ Leverns zu reaktivieren und zu stärken. Dabei soll sich das neue Angebot in erster Linie an den veränderten Wünschen und Bedürfnissen Erholungssuchender orientieren. Nicht die „klassische Kur/Reha“, sondern moderne Angebote im Bereich Wellness, Gesundheit, Kultur, Sport, Natur und Prävention – auch ausgerichtet auf Kurzzeit-Nachfrager – sollten im Mittelpunkt stehen. Die noch vorhandenen Heilwasserbrunnen können reaktiviert und erlebbar gemacht werden, etwa durch Zapfstellen, Informationsangebote oder ein Brunnenhaus. Dabei soll auch die Bedeutung von Schwefelwasser als natürliches Arzneimittel herausgestellt werden.

Spiel- und Bewegungsangebote für Jung und Alt sollen geschaffen werden, etwa eine Boulebahn, ein Niedrigseilgarten oder Outdoor-Fitnessgeräte.

Finanziell darstellbar und wasserrechtlich zulässig ist nach Ansicht der Gemeindeverwaltung die Anlage eines Kurparkteiches sowie eines Kneipp-Beckens (Wassertretbecken).

Das Naturdenkmal Badeallee soll als Pforte zum neuen Kurpark eingebunden werden.

Alle Maßnahmen sind unter Berücksichtigung eines effektiven Natur- und Klimaschutzes vorzunehmen. Bei Neuanpflanzungen sollen solche Arten gewählt werden, die mit erwartbaren Klimaveränderungen (höhere Temperaturen, mehr Trockenheit) besser zurechtkommen.

Der Kurpark soll außerdem als natürliches Habitat für Bienen und Insekten dienen. Auch dies ist bei etwaigen Neuanpflanzungen unter Berücksichtigung der biologischen Vielfalt zu berücksichtigen.

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