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Feuerwehrkameraden kontrollieren Löschwasser-Entnahmestellen auf Funktion

Hydranten können Leben retten

Stemwede (WB). Viele Bürger wissen gar nicht, dass es in Stemwede so viele von diese Löschwasserzapfstellen gibt. Die ebenerdigen Versionen fallen ohnehin nur durch die kleinen ovalen Abdeckungen aus Eisen auf. Ihr zahlreiches Vorkommen hat einen gutem Grund: Kommt es zum Brandfall, schließt die Feuerwehr hier ihre Schläuche an und entnimmt Löschwasser. Somit können die Hydranten im Zweifel Leben retten.

Heidrun Mühlke

Feuerwehrkameraden im Einsatz für die Sicherheit des Bürgers: Axel Vordemfelde, Jörn Stubbe und Niklas Beneker (v.li.) bei der Hydrantenkontrolle in Haldem. Im Brandfall kann die Feuerwehr hier auch Löschwasser entnehmen. Foto: Heidrun Mühlke

Die Kameraden der Stemweder Feuerwehr haben einmal mehr die Hydranten kontrolliert. In mehreren Gruppen waren die Feuerwehrleute jetzt unter anderem in Haldem, Arrenkamp und Destel unterwegs, um die Wasserentnahmestellen wie Unter- und Oberflurhydranten zu überprüfen. Turnusgemäß einmal im Jahr erfolgt diese Kontrolle. Diese technische Prüfung dient dazu, dass jederzeit die Entnahme von Löschwasser möglich ist.

Hydranten haben die Aufgabe, im Brandfall schnell Löschwasser in ausreichender Menge und in geringem Abstand zur Brandstelle zur Verfügung zu stellen. Dadurch können eventuell Menschenleben gerettet oder Sachschäden gering gehalten werden.

Alle 200 Meter ein Hydrant

Allein die Haldem-Arrenkamper Kameraden nahmen etwa 140 Wasserspender unter die Lupe, damit sie im Ernstfall einwandfrei funktionieren. „Alle 200 Meter sollte ein Hydrant stehen“, machte Löschgruppenführer Jörn Stubbe deutlich. Das sei jedoch nicht immer zu realisieren. Entscheidend sei es dort, wo sie dringend gebraucht würden – etwa in Wohn- oder Industriegebieten, an Schulen, Kindergärten oder öffentlichen Einrichtungen.

Stubbe betonte, dass die regelmäßige Überprüfung der Funktionstüchtigkeit eine unverzichtbare Notwendigkeit sei. Verunreinigungen der Technik könnten im Ernstfall dazu führen, dass ein Hydrant nicht ordnungsgemäß funktioniere. Hinzu kommt, dass viele so genannte Unterflurhydranten – sie sind für die Bürger nur durch die kleine stählerne Abdeckplatte erkennbar – durch starkem Bewuchs von Gras kaum zu finden, geschweige denn zu öffnen sind.

Nicht zugängliche Hydranten bedeuten aber im Ernstfall den Verlust wertvoller Minuten, wenn es um Leben oder Sachwerte geht Daher ergeht die dringende Bitte der Feuerwehr an die Stemweder Bürger, die Unterflur- oder Überflurhydranten zu jeder Tag- und Nachtzeit freizuhalten. „Jeder, der in seiner Nähe einen Hydranten hat, sollte dafür sorgen, dass diese Stellen jederzeit erreichbar sind, weder zuwachsen und erst recht nicht mit Gegenständen zugestellt oder gar zugeparkt wird“, mahnte Jochen Hohlt, stellvertretender Zugführer.

Schild gibt Hinweis

Sogar Ortsfremde können die Lage von Unterflurhydranten sicher feststellen, da in der Nähe dieser Löschwasser-Entnahmestellen ein Hinweisschild aufgestellt ist. Darauf lässt sich die genaue Lage der ovalen Eisendeckel ablesen. Das Schild gibt außerdem klar zu erkennen, was für einen Durchmesser das Rohr des Hydranten hat, und wie weit weg in welcher Richtung vom Schild aus sich der Hydrant befindet.

Dies alles sind wichtige Informationen, wenn der Hydrant im Sommer durch starken Grasbewuchs oder im Winter durch Schnee bedeckt sein sollte und nicht zu sehen ist. Damit der Eisendeckel nicht fest friert, haben die Feuerwehrkameraden in zurückliegenden Jahren stets Plastikfolien unter das Metall gelegt. Neu ist der Einsatz eines Teflonsprays. Das Mehrzweck-Schmierfett soll das problemlose Öffnen der Hydranten gewährleisten.

In den Ortsteilen Haldem und Arrenkamp waren insgesamt 15 Feuerwehrkameraden in jeweils vier Trupps unterwegs. „Coronabedingt sind wir an zwei Samstagen bei der Hydrantenkontrolle und -pflege im Einsatz, damit wir auch in den Fahrzeugen den ausreichenden Sicherheitsabstand unter den Feuerwehrleuten garantieren können“, machte Stubbe deutlich.

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