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Stemwede bietet Angebote zum Lernen über Kräuter, Fossilien und Geschichte 

Karte weist Weg nach Wehdem 

Wehdem (WB). Lernen außerhalb der Schule – das ist auch in Stemwede angesagt. Mit der pädagogischen Landkarte für den Kreis Minden-Lübbecke werden Schulen und Lehrer darüber informiert, welche Einrichtungen spezielle Programme für Mädchen und Jungen anbieten.

Michael Nichau

Dr. Inge Uetrecht (links) und Gabriele Niermann-Limpricht sind für die neuen pädagogischen Angebote im Heimathaus Wehdem und im Stemweder Berg zuständig. Sie bilden die Ansprechpartner für Schulen. Fritz Möller sieht die Aktivitäten mit Wohlwollen. Foto:

 Auf der Kreiskarte wirken die Offerten aus dem Altkreis Lübbecke eher spärlich. Aber: Die Qualität ist entscheidend. Dr. Inge Uetrecht bietet als »Stemweder Kräuterfrau« seit einiger Zeit (als zertifizierte Führerin des Naturparks Dümmer) Exkursionen und Kurse zu Kräutern und neuerdings auch zu Pilzen an. Ihr »Arbeitsbereich« ist der Stemweder Berg.

 »Im vergangenen Sommer habe ich Veranstaltungen mit den Kindern der Offenen Ganztagsschule durchgeführt. Diese Sache habe ich als sehr positiv erlebt«, sagt Uetrecht. Wenn man über Kräuter und Biologie rede, müsse man »mit der Nase am Boden« anfangen, meint sie. Der heimische Boden mit den Kalksandstein-Formationen sei sowohl erdgeschichtlich als auch von der darauf befindlichen Pflanzenwelt interessant. »Es ist ein besonderer Bereich zwischen Arrenkamp und Wehdem«, sagt sie.

 Für das Schul-Programm möchte sie Ausflüge, sowohl in den Steinbruch, als auch pflanzenkundliche Spaziergänge, anbieten. »Es klappt schon, Kinder für Erdgeschichte von vor 80 Millionen Jahren und auch für kleine Pilze zu begeistern«, meint sie.

 Nicht ganz so weit in die Vergangenheit, nur etwa 150 Jahre, reist Gabriele Niermann-Limpricht im Heimathaus Wehdem. Sie ist dort künftig Ansprechpartnerin für die pädagogischen Führungen der Landkarte. »Wie haben Menschen vor 100 oder 150 Jahren gelebt? Das möchten wir den Mädchen und Jungen begreifbar machen.«

 Dafür besonders geeignet sei das Heimathaus Wehdem. Bekannt für die Führungen von Erwachsenen ist Fritz Möller. Limpricht möchte sich in Absprache mit den Lehrern gern um Aktionen mit Kindern kümmern. »Ich möchte damit ein Bewusstsein für die eigene Geschichte erarbeiten«, sagt sie. So würden die jungen Besucher unter anderem erkennen können, dass sich unsere Kultur gar nicht so sehr von anderen unterscheidet. »Man muss nur in der Geschichte zurückblicken«, meint sie.

 Angestrebt sei auch eine Zusammenarbeit mit Uetrecht, die das Heimathaus und den angegliederten Bauerngarten mit nutzen könne.

 Mit der pädagogischen Landkarte sei eigentlich vom Kreis – unterstützt vom Langschaftsverband und dem Bildungsbüro des Schulamtes – eine Informationsplattform geschaffen worden. Auch im Internet können sich die Lehrer über die Möglichkeiten im gesamten Kreisgebiet informieren.

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