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Stamp informiert sich über Arbeit der Oppenweher Einrichtung und den Baufortschritt

Minister lobt Kita und Gemeinde Stemwede

Stemwede (WB). Dieser Mittwoch war der Tag der NRW-Minister in Stemwede: Neben Hendrik Wüst (siehe Bericht oben) traf Stunden zuvor Dr. Joachim Stamp (FDP), Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration, am Evangelischen Kindergarten in Oppenwehe ein.

Dieter Wehbrink

NRW-Familienminister Dr. Joachim Stamp (vorne links) hat sich bei Bürgermeister Kai Abruszat sowie Vertretern der Kirchengemeinde und der Kommunalpolitik über die Arbeit der Kita Oppenwehe informiert. Er schaute sich auch den Erweiterungs-Rohbau an. Foto: Dieter Wehbrink

Stamp, ein Freund von Bürgermeister Kai Abruszat (FDP), ist auch stellvertretender Ministerpräsident von NRW. Der Bonner informierte sich in der Kita Oppenwehe anlässlich des Beginns des neuen Kindergartenjahres über die aktuelle Situation. Dort können nach der Coronapause wieder 62 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren die Einrichtung besuchen. 15 neue Jungen und Mädchen sind aktuell von Kita-Leiterin Heike Krüger und ihren neun Mitarbeiterinnen zur Eingewöhnungsphase begrüßt worden.

Zum dritten Mal in Stemwede

Im Januar kommen weitere zehn U3-Kinder hinzu, denn dafür wird derzeit kräftig angebaut . Falls der Fertigstellungstermin nicht ganz zu halten ist, sollen die Neuen vorübergehend im nahen Gemeindehaus betreut werden.

Joachim Stamp schaute sich in Begleitung von Bürgermeister Kai Abruszat, den Stemweder Ratsfraktionsvorsitzenden Andreas Weingärtner (CDU), Wolfgang Fricke (FDP), Wilhelm Riesmeier (SPD) und Jürgen Lückermann (FWG) sowie dem Oppenweher Ratsherrn Michael Baude den Rohbau an. Ebenso wie die Vertreter der Kirchengemeinde, Pfarrerin Sigrid Mettenbrink sowie An­dreas Schlömp und Irka Müller vom Presbyterium, zeigte sich der Minister erfreut über den Baufortschritt. Auch die Arbeit, die das Kita-Team in Corona-Zeiten leistet, lobte er ausdrücklich. Überhaupt gab sich Stamp, seit seinem Amtsantritt in 2017 bereits zum dritten Mal in Stemwede zu Gast, locker und unkompliziert.

Bürgernahe Ratsentscheidung

Sigrid Mettenbrink betonte, der Ministerbesuch sei eine Ehre für die Evangelische Kirchengemeinde Oppenwehe und ihre Kita: „Dr. Stamp, wir haben uns wirklich gefreut, dass Sie sich zum Besuch angekündigt haben.“ Der Minister ist mütterlicherseits selbst Spross einer evangelischen Theologenfamilie. Sein Großvater war der letzte Stadtdekan von Breslau.

Kai Abruszat betonte, der Stemweder Gemeinderat hätte mit einer wegweisenden, umkomplizierten und bürgernahen Entscheidung dazu beigetragen, dass die Kirchengemeinde Oppenwehe Planungssicherheit für das Bauvorhaben bekommen habe. Finanziert wird der etwa 500.000 Euro teure Anbau durch einen Zuschuss des Landes Nordrhein-Westfalen mit 270.000 Euro, einem Zuschuss des Kreises Minden-Lübbecke mit 30.000 Euro und einem Zuschuss der Gemeinde Stemwede mit 75.000 Euro. Der Anteil der Kirche liegt bei 64.271,75 Euro

„Auch Oma und Opa arbeiten”

Abruszat betonte, der Oppenweher Kita-Anbau sei auch deshalb erfreulich, weil ganz in der Nähe, auf dem ehemaligen Oppenweher Marktplatz ein Baugebiet entstehe. Dies habe positive Auswirkungen auf die künftigen Kinderzahlen in der Kita. „Auch der ländliche Raum braucht Kinderbetreuung, denn die Einschätzung, dass Oma und Opa auf dem Lande auf die Kleinen aufpassen könnten, trifft nicht zu“, betonte der Bürgermeister: „Stemwede ist eine Gemeinde mit Quasi-Vollbeschäftigung. Bei uns arbeiten nicht nur die Väter und Mütter, sondern auch Oma und Opa. Deshalb ist es zwingend notwendig, dass qualitativ hochwertige und ausreichende Kindergartenplätze in unserer Gemeinde entstehen – so wie jetzt viele neue in Dielingen, Oppenwehe und Levern.“

„Wenn sich eine Gemeinde vor Ort so einbringt wie Stemwede, schlägt sich das auch positiv auf den Umgang mit den Kindern, so wie hier in Oppenwehe nieder“, erwiderte Stamp.

Rotznasen-Problematik

Der Minister ging auf die aktuelle Diskussion um die „Rotznasen-Problematik“ ein. Hier hatte es heftige Proteste der Ärzte- und Elternschaft gegeben, weil Kita-Kinder mit unklaren Erkältungssymptomen auf Corona getestet werden sollten. Stamp stellte klar: „Dies haben wir angepasst. Wenn Kinder Symptome haben, gilt es wie vor der Pandemie: Sie haben nichts in einer Kita verloren. Wenn das Kind schnupft, müssen die Eltern 24 Stunden schauen, ob noch etwas hinzu kommt. Fliegen Blüten durch die Luft, weinte das Kind wegen des Schnupfens, dann ist das kein Grund, dass der Nachwuchs nicht in die Kita darf.“

Stamp wies zudem darauf hin, dass sich die Kitas in der Corona-Zeit um Unterstützer, etwa für Gartenarbeit, bewerben könnten. Alle Informationen dazu finden sich im Internet unter https://ich-helfe-mit.nrw.

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