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Gemeinde Stemwede erwägt Photovoltaikanlage auf ehemaligem Verwaltungsgebäude – 40.000 Euro Mehrkosten

Neue Kitaplätze und zusätzlich Klimaschutz

Levern

Der Umbau an der ehemaligen Verwaltungsstelle an der Buchhofstraße in Levern macht Fortschritte

Dieter Wehbrink

Links, in der ehemaligen Gemeindeverwaltung, entsteht die Kita-Filiale der AWO. Das Dach des Gebäudes könnte eine Photovoltaikanlage bekommen – so wie rechts die Grundschule. Foto: Andreas Kokemoor

. Bekanntlich hatte der Stemweder Gemeinderat beschlossen, die bislang als Verwaltungsstelle genutzte ehemalige Volksschule wegen des zugenommenen Bedarfs an Kindergartenplätzen in eine Kindertageseinrichtung umzubauen.

Die AWO in Levern soll diese „Filiale“ zusätzlich zu ihrem bisherigen Standort in der Straße Obere Horst als Träger weiter betreiben. „Die Entwicklung des Umbaus liegt im Zeitplan. Wir würden uns freuen, wenn nach den Sommerferien die Kindertageseinrichtung in denen neuen Räumlichkeiten ihre pädagogisch wertvolle Arbeit aufnehmen kann“, erläuterte Bürgermeister Kai Abruszat auf Nachfrage dieser Zeitung.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte sich mit einer Fördersumme in Höhe von 250.000 Euro an den Umbaukosten beteiligt. Vorgesehen ist, dass die Gemeinde das Eigentum an dem Leverner Gebäude behält und an die AWO als Kita-Träger langfristig vermietet.

Ziel der Maßnahme sei es auch, erklärte der Bürgermeister weiter, dass durch die Umnutzung zur Kindertageseinrichtung auf dem Gesamtareal an der Buchhofstraße ein pädagogisches Zentrum entstehe, das sich durch Elementarpädagogik und Grundschule mit potenzieller Nutzung von Sporthalle und Sportgelände auszeichne.

Der Stemweder Betriebsausschuss wird in seiner Sitzung am Mittwoch, 10. Februar, darüber hinaus beraten, ob auf dem südlichen Dach der neuen Kindertageseinrichtung eine Photovoltaikanlage errichtet werden soll. Das baubegleitende Gremium habe sich im Sommer vergangenen Jahres grundsätzlich für die Errichtung einer solchen Anlage ausgesprochen.

„Nach Berechnungen unserer Gemeindeverwaltung sind zusätzliche Investitionskosten in Höhe von etwa 40.000 Euro erforderlich, die sich aber nach noch nicht einmal zehn Jahren voll amortisieren lassen“, sagte Kai Abruszat. Möglich wäre eine Anlage zur Netzeinspeisung mit einer Nennleistung von 29,58 kWp.

Die Bauarbeiten an der neuen Kita sind in vollem Gang. Foto: Andreas Kokemoor

„Ein Maßnahmenpunkt beim Integrierten Klimaschutzkonzept (IKSK) vom Kreis Minden-Lübbecke und ein Schwerpunkt beim Klimaschutzmanagement der Gemeinde Stemwede ist die Energieeffizienz von öffentlichen Gebäuden“, schreibt die Stemweder Gemeindeverwaltung in den Erläuterungen zur Ausschusssitzung. „Dazu gehört die Reduzierung von Treibhausgasen (CO2). Das wird durch energetische Modernisierung und durch Nutzung erneuerbaren Energien erreicht.“ Die wirtschaftlichste Form von Umsetzung dieser Maßnahme bei Objekten, die tagsüber genutzt werden, sei die Installation von PV-Anlagen. „Die Energieeffizienz unser eigenen Gebäude stellt einen wesentlichen Baustein unseres Klimaschutzmanagements dar“, ergänzte Bürgermeister Abruszat. „Deswegen wäre die Errichtung der Anlage folgerichtig. Wir empfehlen dem Betriebsausschuss, der Investition zuzustimmen.“

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