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Mit rhythmischem Sprechgesang zum Erfolg: Philipp Heier (21) aus Stemwede ist bekannt auf YouTube – als Postbote tätig

Rapper „Starphill“ macht sein eigenes Ding

Stemwede

„Echt cool!“, „Heftiger Track – auf dich wartet was Großes“, „Tolles Video, starke Botschaft“ - so lauten nur einige der Kommentare auf YouTube.

Heidrun Mühlke

Er macht mit rhythmischem, markanten Sprechgesang aus Oppenwehe im Internet auf sich aufmerksam: Philipp Heier ist auf YouTube unter seinem Künstlernamen „Starphill“ zu finden. Foto:

Sie gelten dem Oppenweher Rapper „Starphill“, mit bürgerlichem Namen Philipp Heier. Mit seinem Rap-Song hat der 21-jährige binnen kurzer Zeit zahlreiche Nutzer erreicht, die auf das Video geklickt haben.

„Legende“ heißt der erste Song, den Philipp Heier im Mai des zurückliegenden Jahres auf YouTube veröffentlicht hat. Seit Dezember 2020 ist die Single bei Spotify, Apple Music, iTunes und vielen weiteren Streaming-Diensten erhältlich. „Läuft!“, freut sich der Newcomer und hat inzwischen den zweiten Song „Aufstieg“ im Angebot.

Auch hier hat der Oppenweher etliche positive Kommentare eingeheimst und die Klickzahl steigt und steigt. Eigentlich, erklärt „Starphill“ würde sich Rap überwiegend mit härteren Sachen beschäftigen, schließlich hieße es über Deutschrap doch immer, er sei prollig und frauenfeindlich. „Meine Songs sollen aber im Rahmen bleiben“, erklärt er.

Ideal für die Musikrichtung Rap: Philipp Heier hat durch seine markante Stimme einen großen Wiedererkennungswert. Foto: Heidrun Mühlke

Sowieso sei es schwierig, aus der Masse hervorzukommen. „Ich mache mein eigenes Ding“, versichert er. Er habe mit seinen selbst geschriebenen Texten seinen eigenen Stil gefunden, den er auf jeden Fall beibehalten will. „Das ist sonst nicht real!“ Durch seine besonderen Inhalte und gleichermaßen durch die markante Stimme hat Philipp Heier einen großen Wiedererkennungswert.

Rap sei viel mehr, als ein paar Beats abmischen und ein paar Zeilen zu reimen, erklärt er. „Ganz so einfach ist es auch nicht.“ Talent ist zwar wichtig in der Musikbranche, Künstler müssten aber vor allem authentisch sein und wissen, wie die Technik funktioniert. Gut sei es auch, sich in Sachen Musik-Rechte auszukennen, weiß er.

Das Schwierigste ist, große Reichweite zu bekommen. Dafür seien natürlich YouTube oder Instagram ideal. Aber Tracks und Videos zu erstellen, sei ein kostspieliges Unterfangen. „Im günstigsten Falle wird ein Musikverlag aufmerksam, der sich dann kümmert“, erzählt Heier. Bislang müsse er sich aber um alles selber kümmern.

Gut, dass Philipp Heier auch einen „normalen“ Job hat. Als Postbote kommt er in Stemwede viel herum. Liest man jedoch die Kommentare unter seinen Videos, scheinen die erstrebenswerten Karrierechancen in greifbarer Nähe zu sein.

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