1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Stemwede
  6. >
  7. Schulen setzen auf Computer

  8. >

Stemweder Bildungseinrichtungen im Primarbereich »gut versorgt«

Schulen setzen auf Computer

Stemwede(WB). »Wir setzen ganz klar auf neue Technologien«, hat Ansgar Matern, Leiter der Grundschule Oppenwehe, für alle drei Bildungseinrichtungen der Gemeinde erklärt. Die Grundschulleiter stellten ihre Konzepte im Schulausschuss vor.

Michael Nichau

Tablets und Notenbooks gehören künftig in der Schule zum Unterricht dazu. Auch die Stemweder Schulen machen mit. Foto: dpa

Es gebe eine enge Zusammenarbeit unter den drei im Gemeindegebiet in der Fläche gut verteilten Grundschulen, machte Matern in einer kurzen Präsentation, stellvertretend für alle drei Einrichtungen deutlich. »Hier erfolgt Unterricht nach den Maßgaben des Landes NRW«, betonte Matern und hob insbesondere den Einsatz der »neuen« Medien Laptops und Tablets schon im Primarbereich hervor.

Viele Gemeinsamkeiten

Es gebe auch sonst große Gemeinsamkeiten, etwa die Inklusions-Pädagogik, die Überprüfung und Zertifizierung, den offenen Ganztag in Trägerschaft des DRK sowie Kooperationen mit dem Theater Osnabrück, dem Life House und dem Zirkus Oskani.

Dennoch blieben Unterschiede, die sich aber als positiv erwiesen hätten. »Alle drei Schulen setzen verschiedene Schwerpunkte«, erläuterte Martina Weiffen-Flore, Leiterin der Montessori-Grundschule in Haldem.

Anhand eines kurzen Films, den die Schüler selbst mit Tablets erstellt hatten, machte sie deutlich, was unter Freiarbeit verstanden wird. Hören, sehen und begreifen seien die Faktoren, unter denen Lernen erfolge.

Weiffen-Flore betonte noch einmal die Bedeutung der Freiarbeit, bei der auch die Computer zum Einsatz kommen: »Gerade hier können wir auch in der Inklusion differenzieren«, sagte sie.

Konzept laut Medienpass

Belinda Weller, Grundschul-Leiterin in Levern, schilderte die Konzepte beim Einsatz der IT-Medien. So verfüge etwa die Leverner Schule über 31 Laptops und 16 I-Pads, die bereits im Unterricht eingesetzt werden. »Wir lehnen uns mit dem Konzept an den Medienpass NRW des Kultusministeriums an«, erläuterte sie. Dieser Führerschein für Schüler gebe die Richtung vor: Die Kinder sollen medienkompetent werden, Computer bedienen, recherchieren und sich informieren können. Außerdem könne mit den Rechnern produziert und präsentiert werden. Auf keinen Fall solle nur konsumiert werden, heißt es in den Richtlinien, die auch für die weiterbildenden Schulen gelten. Auch die Stemwederberg-Schule soll demnächst vermehrt mit Rechnern und Netzwerk ausgestattet werden.

Nicht nur Computer

Für die Nutzung der Computer nannte Belinda Weller Beschränkungen: 1. Klasse einmal wöchentlich, 2. Klasse ein bis zweimal wöchentlich sowie dritte und vierte Klassen vier bis fünfmal wöchentlich. »Medien ersetzen nicht den herkömmlichen Unterricht, aber sie können ihn ergänzen«, lautete die einhellige Meinung der Schulleiter.

Die Gemeinde Stemwede sicherte zu, weitere Hardware anzuschaffen. Lobend äußerte sich Martina Weiffen-Flore: »Wir sind hier nicht am Ende von NRW, sondern scheinen Vorreiter zu sein – dank der Gemeinde.«

Startseite