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Wenig Autoverkehr, viel Natur und Sehenswürdigkeiten, gute Lokale: Stemwede will den Radler-Tourismus ausbauen

Stemwede wirbt mit tollen Radfahrstrecken

Stemwede

Die frühlingshaften Tage im Februar haben es insbesondere an den Wochenenden gezeigt

Dieter Wehbrink

Radfahren, wie hier irgendwo in Deutschland, liegt nicht erst seit Corona-Zeiten voll im Trend. Das ländliche Stemwede ist ein regelrechtes Radler-Paradies. Foto:

Unzählige Radfahrer haben die von Autos nur wenig genutzten einsamen Gemeindestraßen für erholsame Touren genutzt. Die Sehnsucht nach frischer Luft im Corona-Lockdown, nach Sonne und Bewegung ist groß. Stemwede ist größtenteils flach und für Radler somit gut befahrbar.

Die Kampagne „Komm nach Stemwede“ wirbt nicht ohne Grund für den Radtourismus und den Radsport. Die Maskottchen „Stemmi“ und „Wedi“ finden Radfahren auch toll. Foto: Gemeinde Stemwede

Touristische Ziele, die man in der Gemeinde ansteuern kann, gibt es jede Menge. Kein Wunder, dass die Kommune die boomende Radtouristik nutzen und so Menschen nach Stemwede locken möchte. Natürlich soll davon auch die heimische Wirtschaft profitieren – allen voran die durch Corona so arg gebeutelte Gastronomie. Während der Haupt- und Finanzausschusssitzung wurden Anstrengungen der Stemweder Tourist-Info vorgestellt. So gab es eine Neuauflage der Rad- und Wanderkarte mit einer Auflage von 3000 Exemplaren, weil in Corona-Zeiten die Nachfrage stark gestiegen war.

Neben dem Teuto-Navigator sind jetzt alle Radwege der Gemeinde Stemwede auch auf dem Portal „Komoot“ (eine Fahrrad-, Mountainbike- und Wanderer-App) verfügbar. „Komoot ist eine beliebte und rasant wachsende Plattform zur individuellen Tourenplanung für Wanderer, Radfahrer, Rennradfahrer, Mountainbikefahrer und Läufer“, erklärt die Gemeindeverwaltung.

Profitieren will die Gemeinde auch vom neuen Ellerburg-Aue-Radweg. Er begleitet die Große Aue von der Quelle bis zur Mündung in die Weser. Auf 88 Kilometern Länge finden Radler eine abwechslungsreiche Landschaft mit schönen Orten und viel „Geschichte am Wegesrand. Der Radweg startet am Parkplatz auf dem Gelände der Ellerburg in Fiestel. Der erste Teil verläuft von dort aus nach Nord-Osten bis zur Mündung der Großen Aue in die Weser bei Binnen in der Samtgemeinde Liebenau. Er ist 110 Kilometer lang und überquert 20-mal die Große Aue. Der zweite Teil führt nach Süden von der Ellerburg zur Aue-Quelle nach Dono (Rödinghausen). Er ist 23,5 Kilometer lang und überquert fünfmal die Große Aue.

Kostenfreies Faltblatt

Zusätzlich wurden neun Rundfahrten konzipiert, die nah an der Hauptroute liegen. Die Rundfahrt „Stemwede – Großer Diekfluss“ führt durch Stemwede. Der Ellerburg-Aue-Radweg kreuzt mehrere ausgewiesene Radwege wie den Weser-Radweg, so dass auch größere Rundfahrten und Mehrtagestouren möglich sind. Der Radweg ist allerdings nicht ausgeschildert. Die Touren sind digital im Teuton-Navigator und in Komoot erfasst. Ein kostenfreies Faltblatt gibt es in der Tourist-Info in Stemwede. Es kann über den Online-Shop angefordert werden.

Der Kreis Minden-Lübbecke hat ein Ingenieurbüro zur Entwicklung eines kreisweiten Knotenpunkt-Systems, basierend auf der derzeitigen Radinfrastruktur des Kreises (Mühlenroute, Landart-Route), beauftragt. Es soll die Tourengestaltung flexibler und übersichtlicher machen. Der Kreis arbeitet dabei eng mit den Gemeinden zusammen, so dass beispielsweise auch einzelne Streckenverläufe angepasst werden können. Stemwede nutzt diese Gelegenheit, um auch die gemeindeeigenen Radwege anzupassen und Streckenführungen von Land, Kreis und Gemeinde dort, wo es sinnvoll erscheint, zu vereinheitlichen. Die Umsetzung soll in diesem Frühjahr erfolgen.

Die Stemweder Tourist-Info sieht auch Langstreckenangebote für ambitionierte Radsportler vor. Die Stemweder Berge sind ein ideales Laufrevier. Zu diesem Zweck ist eine klassische analoge Variante, aber auch in Komoot ein Online-Angebot erstellt worden. Für Radsportler ist eine – basierend auf gutem Straßenbelag – 21,1 Kilometer lange und sehr flache Rundstrecke definiert worden, die bei Bedarf mehrfach hintereinander abgefahren werden kann.

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