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Musiker aus der Gemeinde und Publikum feiern die abgeschlossene Sanierung der Orgel der Heilig-Kreuz-Kapelle

Stemweder Konzert bewegt die Zuhörer tief

Stemwede

Nachdem die Restaurierungsarbeiten an der über 180 Jahre alten Orgel in der Heilig-Kreuz-Kapelle beendet waren, entstand in der Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp die Idee, das Ergebnis im Rahmen eines voradventlichen Konzertes der Bevölkerung vorzustellen.

Dank an die Mitwirkenden  Antje Holtkamp, Sarah Seeger, Jörg Hegerfeld, Kai Abruszat, Olga Rust, Nedeschda Ruditch, Manfred Südmeyer, Gertraude Büttner und Beate Brandt.

So wollte man sich außerdem bei den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, bei Rat und Verwaltung sowie allen, die dieses Projekt unterstützt und an dessen Umsetzung mitgewirkt hatten, bedanken. Was dann die Besucher an diesem Abend zu hören bekamen, hatte wohl niemand erwartet: ein voradventliches Konzert mit einer großartigen Bandbreite an musikalischen und inhaltlichen Darbietungen.

Natürlich stand die Orgel mit ihrem neuen, sauberen Klang im Mittelpunkt des Programms, zeigte aber auch, wie variabel sie im Zusammenspiel mit Geige, Blechbläsern oder gar dem Piano eingesetzt werden kann. Olga Rust und Beate Brandt an der Orgel, Olga Rust am Piano, Nadeschda Ruditch mit der Geige sowie Manfred Südmeyer und Jörg Hegerfeld mit Trompete und Posaune setzten mit ihren Beiträgen unterschiedliche musikalische Akzente.

Die gereinigten und gestimmten Orgelpfeifen. Foto:

Ein außergewöhnliches Instrument hatte Gertraude Büttner mitgebracht: eine 36-seitige Keltische Harfe. Gekonnt und mit beeindruckender Fingerfertigkeit trug sie das „Concerto“ von Turlough O´Carolan und „Chacomme“ von Jeremia Clark vor. Das „Hallelujah“ von Leonhard Cohan ging den Zuhörern dann sprichwörtlich „unter die Haut“. Auch die menschliche Stimme ist ein musikalisches Instrument. Sarah Seeger und Antje Holtkamp setzten diese gekonnt ein und begeisterten mit „When you believe“ und „One“. Bürgermeister Kai Abruszat präsentierte ein persönliches und musikalisches Grußwort. Begleitet von Orgel und Trompete trug er ein kreiertes Tenor-Echo zu dem bekannten Weihnachtslied „Leise rieselt der Schnee“ vor.

Gertraude Büttner an der Harfe. Foto:

Ein besonderer Programmpunkt war dem langjährigen Organisten Ernst-Friedrich-Berning gewidmet, der im März 2021 verstarb. Er schätzte die „kleine“ Haldemer Orgel sehr, spielte sie bei Trauungen, Jubiläen, Trauerfeiern und Konzerten. Bei den Vorbereitungen zum Konzert fiel Olga Rust ein Notenblatt in die Hände – mit dem von Berning eingetragenen Vermerk „Ein sehr schönes Stück. Gespielt im Advent 1983“ . Ihm zur Erinnerung trug Olga Rust das Stück „All´Offertorio“ von Domeniko Zipoli vor und holte dabei alles aus der Orgel heraus, was klanglich möglich war - ein Genuss für alle Zuhörer!

zBürgermeister Kai Abruszat, selbst ein großer Freund der Musik, an der einmanualigen Haldemer Orgel mit vier Registern. Foto:

Bevor mit „Macht hoch die Tür“, gespielt von Orgel, Trompete und Posaune, das Konzert beendet wurde, dankte der Vorsitzende des Kuratoriums der Bürgerstiftung Haldem-Arrenkamp, Gerhard Gräber, allen Mitwirkenden mit der Überreichung eines Weihnachtssterns für ihr Engagement. „Alle, die dieses tolle Programm mitgestaltet haben, kommen aus Stemwede oder der näheren Umgebung. Sie haben auf ein Honorar verzichtet und möchten die am heutigen Abend eingegangen Spenden der Ukrainerin Nedeschda Ruditch für ihre weitere musikalische Ausbildung zur Verfügung stellen“ sagte Gräber. Tief bewegt von einem wohl einmaligen Konzertereignis machten sich die Zuhörer auf den Heimweg und noch lange danach erhielten die Organisatoren lobende Worte. Der Tenor: „Wer nicht dabei war, hat etwas Wunderbares verpasst“!

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