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Viele Aktionen erwarten die Wanderer an ihrem Zielort

Sternwanderung durch die Natur

Stemwede-Haldem (WB). Ideales Wanderwetter sieht in der Tat anders aus. Dennoch nutzten am Sonntag Naturfreunde rund um den Stemweder Berg das Angebot des Stemweder Heimatvereins zu einer Sternwanderung. Was sie am Zielort erwartete, war ein buntes Familienfest, das nicht nur die Wanderer feierte, sondern die Naturverbundenheit insgesamt.

Heidrun Mühlke

Der keltische Baumkreis ist stets dicht umlagert von den Naturfreunden gewesen. Foto: Heidrun Mühlke

»Natur trifft Kultur«, lautete auch in diesem Jahr das Motto auf der Wiese an der Haldemer Wilhelmshöhe. Hier wurde der Stemweder Heimatverein vor genau 60

Jahren gegründet, damals noch als reiner Wanderverein. Noch heute steht Wandern ganz oben auf der Fahne, Grund genug, zum Jubiläum zur zweiten Auflage der Sternwanderung einzuladen.

Zwar hatten Regenschauer am Sonntagvormittag wohl einige Naturfreunde davon abgehalten, von den Wanderparkplätzen rund um den Berg aus in die Strecke zu starten, aber die Aktions-Wiese fühlte sich zusehends und lockte auch zahlreiche Besuchern, die nicht an der Sternwanderung teilgenommen hatten. Und siehe da, am Zielort schaffte es auch die Sonne die Regenwolken beiseite zu schieben.

Trommelklänge

Begrüßt wurden die Wanderer von Trommelklängen der Schüler der Naturparkschule Stemweder Berg, die auch gegen eine Spende selbst gezogene Sonnenblumen verkauften. Sowieso waren an dem Sonntag viele Schülerinnen und Schüler auf den Beinen – für die Teilnahme an der Sternwanderung mit dem breit gefächerten Natur- und Kulturprogramm erwartete sie ein schulfreier Tag.

Die Vielfalt der heimischen Natur präsentierten Naturschützer, Wolfsberater, Trüffelforscher die AG Biotop- und Eulenschutz, Förster, Imker und viele naturverbundene Ehrenamtliche mehr. Mit großem Interesse erkundeten die Wanderer den keltischen Baumkreis. Die Idee des keltischen Baumkreises basiert auf dem Glauben an die Kräfte der Natur und der Bäume.

»„Zwischen Baum und Mensch besteht eine tiefe Verbindung«, erklärt Stefan Möller-Nolting. Der Baumkreis bestehe aus verschiedenen Bäumen, jeder könne hier entsprechend seines Geburtsdatums seinen ganz persönlichen Lebensbaum finden, der Charakter und Schicksal, ähnlich eines Horoskopes aufzeigt.

Noch nicht viel im Sinn mit Bäumen hatte das verwaiste Vogelkind, das die Naturtrainerin Ute Lansing und Dirk Stelter mitgebracht hatten.

Küken aufgepäppelt

»Wir haben das Küken gefunden, es muss alle drei Stunden mit Nahrung versorgt werden«, erklärte Stelter, um das zu gewährleisten, hätten sie das Vogelkind mitgebracht. Nur zu gerne schauten kleine und große Wanderer bei der Fütterung zu. »Wir füttern ihn seit vier Tagen«, sagt Stelter und hofft, dass das gefiederte Findelkind überlebt.

Natürlich hatten die Initiatoren auch für Speis und Trank der mobilen Heimatfreunde gesorgt. Neben Crepes, Kartoffelsuppe, Quiche und Bratwurst fand auch köstlicher Erdbeerkuchen reißenden Absatz. Dazu unterhielt das Duo »Spielmann und Lotte«, alias Rüdiger Lusmöller und Kerstin Speckmeier mit Bänkelsängerliedern.

Zufrieden zeigte sich das Organisationsteam um Heimatvereins- Vorsitzende Sabine Denker, Gemeindeheimatpfleger Klaus Winkelmeier und Ortsheimatpflegerin Inge Uetrecht mit der Veranstaltung und versprachen, dass wohl weiteren Auflagen der Sternwanderung nichts im Wege stünde.

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