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Vierte Auflage von »Eine Gemeinde – viele Kulturen« sorgt für volles Haus

Vielfältiges Fest der Begegnung

Wehdem (WB). Wohl an die 200 Flüchtlinge und Einheimische haben beim Fest »Eine Gemeinde – viele Kulturen« gemeinsam am und im Wehdemer Life House gefeiert. Einmal mehr stand bei der Veranstaltung das gegenseitige Kennenlernen und das Zusammenkommen aller im Blick. Doch es war nicht nur die Begegnung allein – hier wurde gemeinschaftlich getanzt, zusammen gespielt und vereint gelacht.

Heidrun Mühlke

Freundschaft kennt keine Grenzen: Swin, Sandy (hinten, von links) Tabea, Rihan, Katharina und Ilaf haben gemeinsam beim Fest der Kulturen gefeiert. Foto: Heidrun Mühlke

»Unser Ziel ist es, die vielen verschiedenen Kulturen einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen«, erklärt Waltraud Holtkamp, Ansprechpartnerin der Flüchtlingshilfe in Stemwede, das Konzept. Unter vielen Flüchtlingen hätten sich inzwischen freundschaftliche Bande entwickelt – auch länderübergreifend, sagt die engagierte Helferin. Und auch viele Stemweder Bürger hätten bereits Kontakt zu den »Neubürgern« aufgenommen.

Menschen aus dem Irak, Syrien, Eritrea, Afghanistan, Algerien, Marokko, Nigeria, Ghana und viele Staaten mehr, insgesamt 20, haben in Stemwede eine neue Heimat gefunden. Bei der Integration in die hiesige Gesellschaft sind die Flüchtlingshelfer in der Gemeinde behilflich. »Solch ein Fest der Begegnung gehört unbedingt dazu«, weiß Holtkamp und nannte konkrete Zahlen.

»Aktuell leben in Stemwede 216 Flüchtlinge, davon 114 anerkannte, 89 im Status Asyl suchend, fünf mit Duldung und acht Familienmitglieder, die im Zuge der Familienzusammenführung hier sind«, zählte Holtkamp die Fakten auf. Von 216 Flüchtlingen sind 155 männlich und 61 weiblich, darunter 80 Kinder.

»In diesem Jahr hatten wir im März zehn Zugänge, kürzlich kamen noch zwei dazu und in der Zeit von Anfang Juli bis Mitte August erwarten wir weitere 35 anerkannte Flüchtlinge«, klärte Holtkamp auf.

Seit der ersten Auflage des internationalen Kulturfestes im Jahr 2015 fühlen sich Besucher und Mitwirkende dabei gleichermaßen wohl. Auch diesmal stieg der feine Duft orientalischer Gewürze und internationaler Gaumenfreuden den Gästen in die Nase und machte Lust auf eine Kostprobe von hierzulande außergewöhnlichen Speisen. Die Flüchtlingsfamilien hatten in ihren Wohnungen vorab gekocht und die Spezialitäten mit zum Fest gebracht, wo alle probieren konnten.

Auch die jüngsten Gäste kamen an diesem Nachmittag nicht zu kurz. Für sie gab es das Spielmobil des JFK, Modellage von Luftballontieren und einen Kinderschminkstand. Für Kurzweil sorgte auch der Bau von Musikinstrumenten aus einfachen Haushaltsmaterialien.

Live-Musik trug die Formation »Kolibris« bei. Die »Life House Breaker« zeigten atemberaubenden Breakdance und die Brüder Omar und Abdul führten eine Fotoshow unter dem Motto »Meine neue Heimat Stemwede« vor. Sie fand regen Anklang bei den Besuchern.

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