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Grundwasserspiegel weit abgesunken - Sorge auch um Löschwasserreserven -  Wasserwerke arbeiten am Limit

Trinkwasser: Stemwede schlägt Alarm

Stemwede

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und Hitze bittet die Gemeinde Stemwede noch einmal darum, sehr sparsam mit Trinkwasser umzugehen.

Ein Blick in die Technik des Wasserwerks in Stemwede-Destel. Sowohl die Desteler Einrichtung als auch das Wasserwerk in Dielingen arbeiten derzeit am Limit. Foto: Dieter Wehbrink

Auch wenn es jetzt zwischendurch einzelne Schauer oder auch mal etwas länger anhaltenden Regen geben würde, reiche das bei Weitem nicht aus, um die Situation nennenswert zu entschärfen, betont Ingenieur Till Hilker, bei der Gemeinde unter anderem zuständig für die Stemweder Wasserwerke.

„Der Grundwasserspiegel ist mittlerweile so weit abgesunken, dass unsere Brunnen an den Wasserwerken in Dielingen und Destel an ihre Grenzen stoßen“, sagt Hilker. „Die Wasserwerke arbeiten am Limit.“ Die Gemeinde Stemwede hatte die Trinkwasserampel bereits vor Wochen auf Rot gestellt, um den Stemwederinnen und Stemwedern zu signalisieren, dass es an der Zeit ist, Wasser zu sparen. „Trotzdem verzeichnen wir nach wie vor täglich einen sehr hohen Wasserverbrauch“, berichtet Hilker. Ohne die aktuelle Lage dramatisieren zu wollen, erklärt auch Stemwedes Bürgermeister Kai Abruszat die Notwendigkeit des Wassersparens.

„Wir als Kommune müssen nicht nur die Versorgung mit Trinkwasser sicherstellen, sondern auch dafür Sorge tragen, dass es genug Löschwasserreserven gibt.“ Zusammen mit Stemwedes Feuerwehrchef Andreas Rümke hatte Abruszat schon vor Wochen zur erhöhten Wachsamkeit aufgrund der extremen Wald- und Flächenbrandgefahr aufgerufen. „Ich glaube, der Großteil der Bevölkerung hat inzwischen ein Gespür für den Ernst der Lage und ist beim Thema Trinkwasserverbrauch deutlich sensibler, als noch vor Jahren – sowohl bei der täglichen Alltagsverbrauch, als auch bei der Bewässerung des heimischen Gartens“, erklärt Abruszat und verweist noch einmal auf Hinweise auf der Gemeinde-Homepage.

Ein Info-Tafel klärt Passanten vor dem Wasserwerk in Destel über die Technik auf.  Foto: Gemeinde Stemwede

Dort stehen Regeln, die bei der jeweiligen Farbe der Wasserampel gelten. Demnach sollten die Stemweder Bürger weiterhin auf das Bewässern des Gartens oder des Rasens sowie vor allem auch auf das Befüllen von Gartenpools verzichten. „Wir können und wollen keine Verbote aussprechen und wissen auch, welchen Stellenwert der heimische Garten für viele hat. Doch extreme Situationen erfordern ein gemeinsames Handeln und in diesem Fall einen äußerst sensiblen Umgang mit unserem Lebensmittel Nummer Eins“, so der Verwaltungschef.

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