1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Kreis Paderborn
  6. >
  7. 231.453 Stimmberechtigte im Kreis Paderborn

  8. >

2100 Wahlhelfer werden bei der Landtagswahl im Einsatz sein

231.453 Stimmberechtigte im Kreis Paderborn

Paderborn

Wenn am Sonntag, 15. Mai, in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt wird, können bis zu 231.453 Stimmen aus dem Kreis Paderborn in das Ergebnis einfließen. Das ist laut Angaben des Kreises der Stand der Wählerverzeichnisse am 3. Mai.

Der Plenarsaal der NRW-Landesregierung in Düsseldorf: Der derzeitige 17. Landtag hat insgesamt 199 Sitze. Foto: via www.imago-images.de

59.746 der Stimmberechtigten hatten bis zum 3. Mai Briefwahl oder einen Wahlschein beantragt. Das entspricht einem Anteil von 25,8 Prozent.  Wie der Kreis in einem umfangreichen Überblick zur Landtagswahl mitteilt, lag der Anteil der Briefwähler an den Wählern bei der Europawahl 2019 27,3 Prozent, bei der Kommunalwahl 2020 42,8 Prozent beziehungsweise 42,9 Prozent (Landratswahl) und bei der Bundestagswahl 2021 49,6 Prozent. Der Antrag auf Ausstellung eines Wahlscheines oder von Briefwahlunterlagen muss bis zum Freitag vor dem Wahltag (13. Mai) bis 18 Uhr beim Wahlamt gestellt sein.

Wahlkreise neu eingeteilt

Nach der Neueinteilung der Wahlkreise  für die Landtagswahl 2022 wurden im Kreis Paderborn zwei Wahlkreise mit nahezu gleicher Anzahl an Wahlberechtigten gebildet:

2100 Wahlhelfer in 184 Wahllokalen

Etwa 2100 ehrenamtliche Wahlhelfer sind in voraussichtlich 184 Wahllokalen – davon 41 Briefwahlbezirken – mit insgesamt 282 Stimmbezirken am Wahltag kreisweit im Einsatz. Wobei im Bereich der Stadt Paderborn lediglich ein Briefwahllokal gebildet wurde, das jedoch 64 Briefwahlbezirke mit jeweils eigenem Briefwahlvorstand umfasst. Der jeweilige Wahlvorstand besteht aus dem Wahlvorsteher und seinem Stellvertreter, sowie drei bis acht Beisitzern. Die Wahlhelfer erhalten für ihre ehrenamtliche Tätigkeit eine von Kommune zu Kommune unterschiedlich hohe Aufwandsentschädigung.

Erkrankung muss kein Hinderungsgrund sein

Wer am Wahltag plötzlich erkrankt, ist dennoch nicht von der Wahl ausgeschlossen. Die Briefwahlunterlagen können in diesem Fall noch am Wahltag bis 15 Uhr beim zuständigen Wahlamt abgeholt werden. Dazu ist der abholenden Person neben dem Wahlscheinantrag eine schriftliche Vollmacht mitzugeben, aus der hervorgeht, dass diese berechtigt ist, für den Erkrankten die Wahlunterlagen abzuholen. Nach der Stimmabgabe kann der Wahlbrief dann durch eine Person des Vertrauens bis spätestens 18.00 Uhr zurück zur Gemeindeverwaltung gebracht werden.

Zwei unterschiedliche Stimmzettel

Da im Kreis Paderborn zwei der insgesamt 128 Landtagswahlkreise liegen, gibt es auch zwei unterschiedliche Stimmzettel. Einen für den Wahlkreis 101 Paderborn II, der für die Stadt Paderborn sowie für den Ortsteil Altenbeken der Gemeinde Altenbeken gilt. Der weitere Stimmzettel ist gültig für den Wahlkreis 100 Paderborn I, der die übrigen Städte, Gemeinden sowie die Ortsteile Buke und Schwaney der Gemeinde Altenbeken umfasst. Beide Stimmzettel zur Landtagswahl enthalten aufgrund des Zweistimmensystems sämtliche in Nordrhein-Westfalen für die Landesliste zugelassenen Wahlvorschläge.

Blinde wählen mit Hilfe einer Wahlschablone

Auf dem Stimmzettel befindet sich rechts oben eine abgeschnittene Ecke. Diese dient blinden und sehbehinderten Menschen zur Orientierung und erleichtert ihnen die Teilnahme an der Wahl, da sie ihre Stimme mit Hilfe einer speziellen Wahlschablone abgeben können. Anhand des Abschnitts können Blinde und Sehbehinderte ohne fremde Hilfe die Vorderseite des Stimmzettels erkennen und den Stimmzettel richtig in die Schablone einlegen. Bei der Herstellung der Stimmzettel wurde landesweit ein einheitliches Format zugrunde gelegt, sodass eine zentrale Herstellung von Stimmzettelschablonen durch die Blindenverbände möglich wurde. Menschen

Repräsentative Wahlstatistik

Auch bei der kommenden Landtagswahl wird eine repräsentative Wahlstatistik durchgeführt. Das Landeswahlgesetz wie auch die Landeswahlordnung enthalten detaillierte Verfahrensregelungen zum Schutz des Wahlgeheimnisses. Briefwähler dürfen bei der Landtagswahl nicht in die Repräsentativstatistik über die Stimmabgabe einbezogen werden. Somit können Wahlberechtigte, die trotzdem Vorbehalte gegen die Wahlstatistik haben, auf die Briefwahl ausweichen.

Die repräsentative Wahlstatistik gibt Aufschluss über die Wahlbeteiligung und das Wahlverhalten verschiedener Bevölkerungsgruppen (Jungwähler, mittlere Altersgruppen, ältere Generation, Frauen, Männer, Diverse). Ferner kann mit ihr die Struktur der Wähler und Nichtwähler analysiert werden. Darüber hinaus können Parteipräferenzen von Bevölkerungsgruppen untersucht werden.

Aus sämtlichen Stimmbezirken NRWs dürfen nicht mehr als 5 Prozent für die repräsentative Wahlstatistik ausgewählt werden. Die Auswahl der Stimmbezirke trifft der Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW). Ein ausgewählter Stimmbezirk muss mindestens 400 Wahlberechtige umfassen. Im Kreis Paderborn werden insgesamt sechs Stimmbezirke (Bad Lippspringe, Borchen, Büren, zwei in Delbrück und ein Stimmbezirk in Paderborn) in die Wahlstatistik einbezogen.

In den betroffenen Stimmbezirken werden Stimmzettel mit einem Unterscheidungsaufdruck für Frauen und Männer nach sechs Altersgruppen verwendet. Auf den Benachrichtigungen und in den Wahllokalen wird auf die repräsentative Wahlstatistik besonders hingewiesen. Das Wahlgeheimnis ist durch die Vorkehrungen der Wahlvorschriften in jedem Fall gewahrt.

Aktuelle Nachrichten und noch mehr Wissenswertes zur Landtagswahl NRW 2022 finden Sie auf unserer Sonderseite.

Startseite
ANZEIGE