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Corona-Lage im Kreis Paderborn am Montag: Inzidenzwert des LZG bei 34,4 – 353 Menschen derzeit infiziert

130. Todesfall: Mann (92) aus Paderborn gestorben

Paderborn (WB/LaRo)

Im Kreis Paderborn gibt es den 130. Todesfall in Zusammenhang mit einer Corona-19-Infektion. Ein 92 Jahre alter Mann aus Paderborn ist nach Angaben der Kreisverwaltung von Montagnachmittag gestorben. Der letzte Todesfall war am Montag vergangener Woche bekannt gegeben worden.

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Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa

22 neue Corona-Fälle vermeldet der Kreis gegenüber dem Wochenende am Montag mit Stand 11 Uhr. Da ein weiterer Erkrankter hat eine akute Infektion überstanden hat, sind derzeit 353 Menschen offiziell mit Sars-CoV-2 infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (164), Salzkotten (51), Büren (26), Delbrück (26), Hövelhof (25), Bad Lippspringe (24), Altenbeken (16), Lichtenau (9), Bad Wünnenberg (7) und Borchen (5). Am Samstag hatte der Kreis 17 neue Fälle vermeldet, sonntags veröffentlicht er keinen Lagebericht.

39 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 15 von ihnen intensivmedizinisch. 868 Menschen befinden sich in vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6244 und die Zahl der Erkrankten, die als genesen gelten, 5761.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist am Montag für den Zeitraum vom 8. bis zum 14. Februar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 34,4 aus. Am Sonntag wurde der Wert ebenfalls mit 34,4 und am Samstag mit 38,3 angegeben (Datenstand: jeweils 0 Uhr). Es ist anzumerken, dass beim LZG in die Statistik für Paderborn am Wochenende keine neuen Fälle eingerechnet wurden. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Wer aufgrund der Witterungsverhältnisse am Montag seinen Termin im Impfzentrum Salzkotten verpasst hat, müsse sich keine Sorgen, heißt es vom Kreis. „Die verpassten Termine können am morgigen Dienstag zur selben Zeit nachgeholt werden“, verspricht Landrat Christoph Rüther.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montag bei 56,7 (Vortag: 54,2) und in Deutschland bei 58,9 (57,4). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 52,1 (47,4) – Hochsauerlandkreis 73,1 (73,5) – Höxter 57,0 (54,9) – Lippe 59 (59) – Soest 58,7 (51).

15. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Montag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zufolge durch mobile Teams bis einschließlich Sonntag, 14. Februar, 6553 Menschen (Donnerstag: 6460) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 5318 (Donnerstag: 4544) erhalten.

Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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