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Corona-Lage am Freitag: Inzidenz auf 37 gestiegen – Software-Fehler bei Datenübertragung offensichtlich behoben – auch Rettungskräfte geimpft

34 neue Fälle – 17 Erkrankte genesen – 315 Infizierte

Paderborn (WB/LaRo)

Der Kreis Paderborn hat auch am Freitag keinen weiteren Todesfall in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion mitgeteilt. Zuletzt war das am Montag der Fall. Seit Pandemiebeginn sind daher weiterhin 129 Todesfälle zu beklagen. Die Inzidenz ist derweil auf 37 gestiegen und ein Software-Fehler bei der Datenübertragung offensichtlich behoben worden. Vor einer Woche betrug die Inzidenz noch 63,3.

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Ein Abstrichstäbchen in einer Einrichtung für Corona-Tests (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa

In seinem Lagebericht meldet der Kreis Paderborn am Freitag (Stand 11 Uhr) 34 neue Corona-Fälle und 17 Genesene. Damit sind derzeit 315 Menschen offiziell mit Sars-CoV-2 infiziert (Vortag: 298). Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (144), Salzkotten (48), Delbrück (24), Büren (25), Hövelhof (21), Bad Lippspringe (21), Altenbeken (14), Bad Wünnenberg (7), Lichtenau (6) und Borchen (5). Der Kreis Paderborn hatte am Donnerstag 28 Neuinfektionen bekannt gegeben.

45 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen intensivmedizinisch. 1116 Menschen befinden sich in vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne. Die Zahl der laborbestätigten Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6205. Die Zahl der Erkrankten, die eine Infektion überstanden haben, liegt bei 5761.

Nachdem ein Software-Fehler die Übertragung der neuen Corona-Fälle ans Landeszentrum für Gesundheit (LZG) in Bochum am Mittwoch ganz verhindert hatte, wurden dort am Donnerstag 74 Fälle aus Paderborn ausgelesen (Datenstand: Freitag, 0 Uhr). Entsprechend ist die Inzidenz gestiegen: Das LZG weist – wie berichtet – für den Zeitraum vom 5. bis zum 11. Februar eine Sieben-Tages-Inzidenz von 37 aus (Datenstand, 12.2., 0 Uhr). Am Vortag lag sie wegen des Übermittlungsfehlers bei nur 27. Von den 74 Fällen ordnete das LZG 15 dem Donnerstag zu. Insgesamt notiert es für die vergangenen sieben Tage 114 Neuinfektionen. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

12. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie Foto: Kreis Paderborn

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Freitag bei 59,3 (Vortag: 62,7) und in Deutschland bei 62,2. Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 42,5 (40,3) – Hochsauerlandkreis 91,2 (89,3) – Höxter 56,3 (64,9) – Lippe 65 (66,2) – Soest 55,7 (60,3).

Impfungen

Sie versorgen Covid-19-Patienten und kommen tagtäglich in ihren Einsätzen mit kranken Menschen in Kontakt: Das ist der Grund, warum Mitarbeiter des Rettungsdienstes nach der Impfstrategie der Bundesregierung in die Prioritätenstufe 1 fallen. Am Donnerstag wurden die ersten 87 Rettungskräfte des Kreises im Impfzen­trum Salzkotten geimpft. Das teilte die Verwaltung am Freitag mit. Insgesamt 230 Mitarbeiter des Kreisrettungsdienstes sind impfberechtigt. Darunter sind auch Notärzte und Mitarbeiter des DRK, der Johanniter-Unfall-Hilfe, des Malteser Hilfsdienst und der Arbeitsgemeinschaft Notfallmedizin. Am Sonntag werden weitere Rettungskräfte im Impfzentrum geimpft. Sie erhalten den Impfstoff Astrazeneca. „Die Zweitimpfung erfolgt bei dem verwendeten Impfstoff erst nach neun Wochen. Wir gehen davon aus, dass alle Mitarbeiter bis Anfang Mai den vollen Impfschutz haben werden“, erklärte Marc Hammerstein, Leiter der Kreisfeuerwehrzentrale.

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zufolge bis einschließlich Donnerstag 6460 Menschen (Vortag: 6398) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 4544 (Vortag: 4544) erhalten. Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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