1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Altenbeken
  6. >
  7. Bürgermeister Möllers will Steuern erhöhen

  8. >

Haushaltsentwurf in Altenbeken vorgestellt

Bürgermeister Möllers will Steuern erhöhen

Altenbeken (WB/som)

In Altenbeken sollen 2021 die Steuern steigen. Das geht aus dem Haushaltsplanentwurf hervor, den Bürgermeister Matthias Möllers in der Hauptausschusssitzung vorgestellt hat: „Der Entwurf wurde unter ausgesprochen schwierigen Rahmenbedingungen aufgestellt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind überhaupt noch nicht abzusehen.“

wn

Foto: WB

Erträgen von 21,01 Millionen Euro stehen Ausgaben von 21,38 Millionen Euro gegenüber. Der Fehlbetrag (370.000 Euro) soll aus der Ausgleichsrücklage kommen.

In den vergangenen Jahren seien fast ausnahmslos Defizite erwirtschaftet worden. Fremdbestimmte Ausgaben wie die Kreisumlage seien stärker gestiegen als die Einnahmen. „Jeder Haushalt, der mit einem Defizit endet, führt dazu, dass unsere Handlungsspielräume sinken und wir in Richtung Überschuldung steuern“, sagte Möllers: „Deshalb habe ich mich entschlossen, die Steuersätze zu erhöhen.“

Ihm sei bewusst, dass die wirtschaftliche Situation einiger Bürger und Unternehmen unter der Pandemie leide. Deshalb empfehle er eine moderate Steuererhöhung. Die Hebesätze sollten auf die fiktiven Hebesätze angehoben und zudem auf 10 Prozentpunkte aufgerundet werden. Für die Grundsteuern A und B bedeute dies einen Anstieg von etwa 4 Prozent, für die Gewerbesteuer von 2 Prozent. Weitere Steuererhöhungen schloss Möllers für die Zukunft nicht aus.

2021 sind Investitionen von 9,72 Millionen Euro geplant. Davon sollen 650.000 Euro für Grunderwerb bereitstehen. Dies verband Möllers mit der Hoffnung, Flächen erwerben zu können, die als Bauland entwickelt werden könnten. 612.000 Euro sollen in die Schulen fließen, um Gebäude und digitale Ausstattung zu verbessern und Schulwege sicherer zu machen. Die größte Einzelposition sind 4,1 Millionen Euro für den Glasfaser-Ausbau im Außenbereich, der mit 3,9 Millionen Euro bezuschusst wird.

Die Kreisumlage sinke um 83.000 Euro. Da aber die Jugendamtsumlage um 219.000 Euro steige, bliebe eine Mehrbelastung von 136.000 Euro, die die Steuererhöhungen nur teilweise auffingen.

Foto: WB
Startseite
ANZEIGE