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Unbekannte haben es weiterhin auf Hunde im Kreis Paderborn abgesehen – Tierschutzgesetz: Polizei ermittelt in elf Fällen

Erneute Gefahr: mit Nägeln gespickte Leckerlis in Borchen ausgelegt

Borchen/Lichtenau

Weiterhin müssen Hundebesitzer im Kreis Paderborn auf ihre Lieblinge besonders aufpassen. In Borchen wurden am Donnerstag, 18. Februar, erneut ausgelegte Hundeleckerli gefunden. Sie waren mit Nägeln gespickt. Das teilte die Polizei am Freitagmittag mit. Auch Eltern von Kleinkindern sollten besonders aufmerksam sein. Die Polizei ermittelt mittlerweile kreisweit in elf Fällen von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.

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Ein Dackel hechelt (Symbolbild). Foto: dpa

Zwischen 14 Uhr bis 14.30 Uhr war eine 26-jährige Frau am Donnerstag mit ihrem Hund unterwegs. Gegenüber der Anschrift „Auf der Schweiz 26“ ging sie mit dem angeleinten Tier über den Parkplatz auf den einen Gehweg. Kurz hinter dem Parkplatz fraß der Hund etwas. Die junge Frau erkannte noch, dass es sich um mit Nägeln gespickte Nahrung handelte. Einen dieser Köder konnte die Frau aus dem Maul des Hundes holen. Sie fuhr daraufhin in die Tierklinik nach Lichtenau, wo der Hund zur Beobachtung blieb.

Zwei weitere Köder wurden noch vor Ort aufgefunden und sichergestellt. „Ob die Nagelpäckchen auch mit Gift oder ähnlichem versehen waren, steht bislang nicht fest“, teilte Polizeisprecherin Corinna Koptik weiter mit. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet.

Die Polizei ermittelt neben dieser Tat kreisweit bereits in zehn weiteren Fällen von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz – hauptsächlich wegen der Auslegung von Giftködern. Es gibt aber auch einen Fall von Tierquälerei. Am Postdamm bei Delbrück-Lippling wurde am 31. Januar einem Shetland-Pony die Spitze eines Ohres abgeschnitten.

Zudem hat die Polizei beobachtet, dass in Netzwerken wie Facebook weitere Fälle von gefundenen Giftködern im Kreis kursieren. Diese seien allerdings nicht bei der Polizei angezeigt, sagte Koptik weiter.

Die Polizei bittet Hundebesitzer im Kreis Paderborn weiterhin um besondere Vorsicht: „Hunde sollten stets angeleint und nicht aus den Augen gelassen werden.“

Die Polizei sucht Zeugen: „Wer kann Hinweise zu diesen Straftaten geben? Wer hat verdächtige Personen beobachtet? Wer kann sonst Angabe dazu machen? Wer hat verdächtige Köder gefunden? Wessen Hund wurde verletzt oder ist gar gestorben?“ Hinweise per Telefon an die 05251/3060.

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