1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Altenbeken
  6. >
  7. Hausaufgaben erledigt

  8. >

Private Realschule Altenbeken geht in wenigen Tagen an den Start

Hausaufgaben erledigt

Altenbeken (WB/bel). »Wir sind startklar, alles ist fertig«,sagen Schulleiter Hermann Knaup und für den Schulträger Nicole Starke. Zwölf Mädchen und 26 Jungen werden sich zum Schulstart in der privaten Realschule in Altenbeken versammeln. Acht Monate intensivster Vorbereitung sind dann abgeschlossen.

Dieser Klassenraum der 5a der neuen privaten Realschule in Altenbeken wird sich am Mittwoch, 28. August, um 8 Uhr füllen. Die Schule ist startklar, freuen sich Schulleiter Hermann Knaup und für den gemeinnützigen Schulträgerverein Geschäftsführerin Nicole Starke. Mit sieben Lehrern und zunächst 38 Schülern geht die neue Einrichtung an den Start. Foto: Bernhard Liedmann

»Der Genehmigungsbescheid aus Detmold per Post für die neue Schule war der Höhepunkt des Erfolgs, das dickste Brett war die Suche nach einem Sportlehrer«, bilanzieren die beiden Schulvertreter die vergangenen Monate. Zwar müssen noch bestellte Schulbücher oder die Stühle fürs Lehrerzimmer geliefert werden, doch es sind nur noch Kleinigkeiten, die jetzt noch fehlen.

Auch der Schulleiter unterrichtet

Ansonsten ist die Privatschule startklar: Wie an jeder regulären Realschule werden die 5a und 5b von den sieben Lehrern mit einem Stundenumfang von vier bis zwölf Stunden pro Kopf in allen Fächern bis 13.15 Uhr unterrichtet. Kernfächer sind natürlich Mathe, Deutsch und Englisch. Bio, Sport, Politik, Physik, Kunst und Erdkunde stehen natürlich auch auf dem Stundenplan. Auch Schulleiter Hermann Knaup ist mit den Fächern Musik, Bio und Religion mit dabei. Im nächsten Jahr kommen Geschichte und Chemie hinzu und auch an der privaten Realschule wird es ab der 7 die Wahlpflichtfächer Französisch, Technik und Kunst geben.

»Die monatelange Suche nach dem Sportlehrer war das Schwierigste«, erinnern sich Starke und Knaup. Viele angehende Pädagogen wechselten bereits aus dem Studium heraus an eine staatliche Schule, bei denen sogar ein Quereinstieg möglich sei. Für die private Schule seien die Hürden höher: Alle Lehrer müssten beide Staatsexamen zur Anstellung vorweisen können. »Unterm Strich haben wir damit aber auch eine hohe Qualifikation im Kollegium«, sieht Starke einen positiven Aspekt in der langen Suche.

Schüler auch aus dem Umland

Auch beim Schulabschluss unterscheidet sich die private Schule nicht von einer regulären staatlichen Einrichtung. Auch hier wird der Sek-I-Abschluss erworben, und wer es schafft, kann mit dem Qualifikationsvermerk später auch das allgemeine Abitur machen.

Die Schule deckt offenbar nicht nur den lokalen Bedarf: Neben den Schülern aus Altenbeken selbst kommen die Kinder aus Neuenbeken, Benhausen und auch aus Bad Lippspringe. Knaup und Starke gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen auch noch Nachmeldungen von Kindern zum Start geben wird.

Im Unterschied zu anderen Schulen muss die private Realschule aber nicht die Mindest-schülerzahlen pro Klasse haben. Wenn die Grenze mal leicht unterschritten wird, ist dies hier kein Problem. Und wie bei einer staatlichen Schule auch sind die Mittelzuweisungen gleich. 87 Prozent der Kosten übernimmt das Land und 13 Prozent die Gemeinde.

Hoher Bürokratieaufwand

Doch bei der Trägerstruktur unterscheidet sich die private Schule. Maßgebend verantwortlich ist hier die »Bildungswerkstatt Realschule Altenbeken gGmbH«, deren Geschäftsführer Nicole Starke und Marcel Bußkönning sind.

Diese gemeinnützige Gesellschaft schließt beispielsweise die Verträge mit den angestellten Lehrern. Sie ist Teil der Seele-Stiftung in Paderborn, die hier auch Schulen und Kindergärten auf privater Ebene unterhält.

»Wir brauchten einfach das Know-how, um beispielsweise im Bereich Steuerwesen oder Buchhaltung auf erfahrene und kompetente Leute zurückgreifen zu können«, berichtet Starke. Deshalb wurde die ursprüngliche Konzeption eines eigenen und unabhängigen Trägervereines für die Schule aufgegeben und es erfolgte der Schulterschluss mit der Seele-Stiftung. Er erleichterte auch die Suche nach Lehrern, weil damit schulübergreifend Pädagogen gefunden und angestellt werden konnten.

In Eigenregie des Schulträgers müssen auch Dinge wie Versicherungen oder Unfallkassen oder die Haftpflicht erledigt werden. Zur Finanzierung solcher Erfordernisse und auch für Sonderanschaffungen dient dann der Förderverein mit seinen derzeit 70 Mitgliedern. Hier können neben den Eltern auch die Bürger der Gemeinde ihre neue Schule flankierend unterstützen.

Und dass beim Lernen auch der Spaß nicht zu kurz kommt, dafür ist bereits zum anstehenden Schulstart einiges geplant. Mit einem großen Eröffnungsfest am 7. September wird sich die Schule vorstellen, einen Tag der offenen Tür wird es natürlich auch geben und die erste Klassenfahrt in der 6. Klasse ist auch schon geplant.

Startseite