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Die Corona-Lage am Wochenende: LZG gibt Wert am Sonntag mit 56,2 an – Mann (83) aus Delbrück gestorben – mit Videos aus dem Impfzentrum

Inzidenz im Kreis Paderborn gesunken – 128. Todesfall

Paderborn

Im Kreis Paderborn ist ein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion bekannt geworden: Nach Angaben des Kreises ist in Delbrück ein 83 Jahre alter Mann gestorben. Seit Pandemiebeginn sind somit 128 Todesfälle zu beklagen. Für Samstag sind 33 Neuinfektionen gemeldet worden, sonntags veröffentlicht der Kreis keinen Corona-Lagebericht.

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Das in der Sälzerhalle eingerichtete Impfzentrum des Kreises Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Da 54 weitere Erkrankte eine akute Infektion überstanden haben, sind mit Stand Samstag, 15 Uhr, 396 Menschen offiziell mit dem Coronavirus infiziert (Freitag: 402). Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (172), Salzkotten (76), Delbrück (31), Büren (30), Hövelhof (26), Bad Lippspringe (19), Altenbeken (16), Borchen (11), Bad Wünnenberg (8) und Lichtenau (7). 1410 Menschen befinden sich in vom Kreisgesundheitsamt angeordneter Quarantäne (Freitag: 1466).

Die Zahl der laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6083. Die Zahl der Erkrankten, die eine Infektion überstanden haben, liegt bei 5559.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) wies am Samstag eine Sieben-Tages-Inzidenz von 65,3 und am Sonntag von 56,2 aus (Datenstand jeweils 0 Uhr). Vor drei Wochen lag sie bei 90. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Freitag 8 (Samstag: 3) und für die vergangenen sieben Tage 201 (173) neue Fälle notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Berechnet man eine Inzidenz auf Basis der vom Kreis öffentlich gemachten Fälle ergibt sich ein Wert von rund 74 am Wochenende.

6. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfzentrum vor dem Start

Das Impfzentrum des Kreises Paderborn ist startklar. Am Montag soll der Betrieb in Salzkotten aufgenommen werden. Zuvor haben wir uns am Freitag in der Sälzerhalle umblicken können.

Ein Video-Rundgang am und im Impfzentrum:

Video-Interview mit Landrat Christoph Rüther:

Video-Interview mit Impfzentrum-Leiter Dr. Gregor Haunerland:

Impfungen

Im Kreis Paderborn hat es nach einer am Freitag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge am Donnerstag in Heimen keine Erstimpfungen und 18 Folgeimpfungen gegeben. Bis einschließlich Donnerstag, 4. Februar, sind weiterhin 5265 (Vortag: 5265) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2364 (2364) Heimbewohner und 2901 (2901) Angehörige von Pflegeberufen. Die Folgeimpfung haben bisher von den 5265 Erstgeimpften 2544 (Vortag: 2502) Menschen erhalten, davon 1292 (1274) Heimbewohner und 1252 (1228) Angehörige von Pflegeberufen: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Aktuellere Daten sind bis Sonntag, 9 Uhr, nicht veröffentlicht worden. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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