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Landeszentrum für Gesundheit gibt 123. Todesfall bekannt – Impftermin-Vergabe: Buchungssystem am Montag abgeschaltet

Inzidenzwert im Kreis Paderborn liegt am Dienstag bei 66,6

Paderborn (WB/LaRo)

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist leicht gestiegen, aber weiter auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Er liegt am Dienstag bei 66,6 (Vortag: 63,3). Das meldete am Morgen das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) mit Stand 0 Uhr. Zudem gab es den 123. Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bekannt.

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Eine FFP2-Maske (Symbolbild). Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Vor einer Woche betrug der Inzidenzwert 90,6 und vor zwei Wochen noch 120,5. Er ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG, das für den Kreis Paderborn für Montag drei neue Fälle und für die vergangenen sieben Tage 205 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Montag den 122. Todesfall und 14 Neuinfektionen bekannt gegeben. Nachdem in den vergangenen Tagen, wie berichtet, in die LZG-Zahlen* offensichtlich noch nicht alle vom Kreis gemeldeten Fälle eingeflossen waren, besteht nun fast kein Unterschied mehr. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Paderborner Verwaltung gemeldeten Fällen der vergangenen sieben Tage (206), ergibt sich ein Wert von 66,9.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montagmorgen bei 102,4 (Vortag: 104,1) und in Deutschland bei 107,6 (111,2). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 90,2 (94) – Hochsauerlandkreis 93,5 (95,5) – Höxter 194,7 (196,1) – Lippe 130,1 (118) – Soest 83,2 (81,2).

Impfungen

Der erste Tag zur Vergabe von Corona-Impfterminen in NRW ist von massiv überlasteten Computern, überforderten Callcentern und Falschinformationen an Hotlines überschattet worden. Das Online-Buchungssystem musste am Mittag für Westfalen-Lippe abgeschaltet werden, es soll bis Dienstag wieder verfügbar sein. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe hatte es am Vormittag bis zu 700 Seitenaufrufe pro Sekunde gegeben, 252 Millionen pro Stunde. Ob auch Hacker-Angriffe zu diesen hohen Zahlen geführt haben, ist noch unklar.

Auch im Kreis Paderborn sind Bürger verärgert über Termin-Chaos. So hat ein Rentner von 8 bis kurz nach 12 Uhr Rentner am Montag versucht, für seine 89-jährige Mutter einen Impftermin zu bekommen. Ohne Erfolg. Paderborns Landrat Christoph Rüther zeigte sich ebenfalls sehr unzufrieden mit dem Auftakt. Er ging gestern auch auf Kritik am Standort des Impfzentrums ein.

Kreisweite Impfzentren in der Corona-Pandemie können nach Ansicht des Hövelhofer Arztes Dr. Georg Schneider nicht die alleinige Lösung sein. Der Berater des Krisenstabes der Sennegemeinde wünscht sich, dass auch in Arztpraxen und bei Hausbesuchen geimpft werden kann. Hier geht es zum Interview mit Dr. Schneider.

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Montag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Sonntag, 24. Januar, 4917 (Donnerstag: 4776) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2244 (2184) Heimbewohner (46 Prozent) und 2673 (2546) Angehörige von Pflegeberufen (54 Prozent). Die Folgeimpfung haben bisher 1211 (Donnerstag: 367) Menschen erhalten, davon 649 (222) Heimbewohner (54 Prozent) und 562 (145) Angehörige von Pflegeberufen (46 Prozent). www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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