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Corona-Lage im Kreis Paderborn: LZG vermeldet 167 Fälle in den vergangenen sieben Tagen

Inzidenzwert sinkt auf 54,2

Paderborn (WB/en)

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist leicht gesunken. Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) gibt ihn am Montagmorgen (Stand: 0 Uhr) mit 54,2 an. Am Sonntag hatte er bei 56,2 gelegen.

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Symbolbild. Foto: imago

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Vor einer Woche betrug die Inzidenz 62,0, vor zwei Wochen 63,3.

Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Samstag 3 und für Sonntag 0 neue Fälle sowie für die vergangenen sieben Tage 167 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Samstag 33 Neuinfektionen bekannt gegeben. Sonntags veröffentlicht er keinen Corona-Lagebericht. Es sind in den LZG-Wert* (sieht auch unten: Melde- und Übermittlungsverzug) offensichtlich noch nicht alle der vom Kreis gestern gemeldeten Fälle eingeflossen. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Verwaltung gemeldeten Fällen der vergangenen sieben Tage (226) ergibt sich eine Inzidenz von 73,4.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Montag bei 72,3 (Vortag: 73,3) und in Deutschland bei 76 (75,6). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 66,6 – Hochsauerlandkreis 87,4 – Höxter 103,4 – Lippe 84,3 – Soest 74,6.

Die ersten 162 Impfungen stehen an

Am heutigen Montag werden im in der Sälzerhalle in Salzkotten eingerichteten Impfzentrum des Kreises Paderborn162 Seniorinnen und Senioren ihre erste Impfung erhalten. Landrat Christoph Rüther geht davon aus, dass alle Über-80-Jährigen im Kreis Paderborn bis Mitte/Ende Mai geimpft sein werden.

Änderungen im Impfbericht der KVWL

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Montag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) zufolge in Heimen bis einschließlich Sonntag, 7. Februar, 6051 Menschen (Donnerstag: 5265) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben bisher 3989 (Donnerstag: 2544) der 6051 Erstgeimpften erhalten: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Die Kassenärztliche Vereinigung weist darauf hin, dass in den Listen zu den Impfungen durch mobile Teams ab sofort ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen aufgeführt wird. Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Bislang war nach Heimbewohnern und Angehörigen von Pflegeberufen unterschieden worden. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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