Gefälligkeitsatteste? Ermittlungen gegen HNO-Ärztin

Patientenakten beschlagnahmt

Paderborn

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Paderborn haben Polizisten in der Praxis einer HNO-Ärztin Patientenakten beschlagnahmt. Betroffen sind die Unterlagen eines Mannes (72) aus Altenbeken und einer Frau (58) aus Paderborn.

Christian Althoff

Die Corona-Schutzverordnung ermöglicht es in NRW, sich von der Maskenpflicht befreien zu lassen Foto: Federico Gambarini/dpa

Die HNO-Ärztin hatte den beiden im vergangenen Jahr Atteste ausgestellt, in denen es sinngemäß heißt, dass die Patienten aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Maske tragen könnten. Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben im Fall der Ärztin Anhaltspunkte dafür, dass es sich um Gefälligkeitsatteste handeln könnte. „Deshalb wollen wir anhand der Patientenakten schauen, ob die Krankheitsbilder die Atteste rechtfertigen“, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Meyer am Mittwoch. Möglicherweise werde ein medizinischer Gutachter mit der Klärung der Frage beauftragt.

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