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Traditionsveranstaltung kehrt nach vier Jahren Pause zurück

Schwaney feiert einen der größten Erntedankumzüge in OWL

Altenbeken-Schwaney

Alles rund um das Handwerk und die Ernte stand am Sonntag in Schwaney im Mittelpunkt: Nachdem die Traditionsveranstaltung vergangenes Jahr noch pandemiebedingt ausfallen musste, feierte Schwaney jetzt endlich wieder den großen Erntedankumzug, an dem zahlreiche Gruppen und Vereine aus dem Ort und der Umgebung teilnahmen.

Hautops Schlachtewagen vertrat beim Erntedankfestumzug das Metzgerhandwerk. Foto: Kevin Müller

Insgesamt 25 Gruppen mit mehr als 30 Festwagen präsentierten Themen rund um die Landwirtschaft und scheuten keine Mühen, den mittlerweile 15. Erntedankumzug gewohnt vielfältig und detailverliebt zu gestalten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB).

„Schon im Januar fangen die ersten Vorbereitungen an. Da haben die ersten Gruppen bereits ihre Themen parat“, erzählt Julia Beckmann, Vorsitzende der KLJB. „So richtig los geht es dann kurz vor den Sommerferien“, berichtet sie – dann gehe es um die Anmeldungen der Gruppen, die endgültige Themenvergabe sowie die grundlegende Organisation des Umzuges.

In der Regel versammeln sich die Einwohner des Eggedorfes alle drei Jahre, um das Erntedankfest zusammen mit örtlichen Vereinen, Institutionen und Privatpersonen in Form eines der größten Ernteumzüge in Ostwestfalen zu feiern.

Nachdem das Erntedankfest am Sonntagmorgen mit dem Festhochamt in der Kirche eröffnet worden war, verkaufte die KLJB Schwaney im Anschluss Minibrote, deren Erlös dem KLJB-Diözesanverband zugute kommen und soziale Projekte unter anderem in Sambia und Tansania fördern soll. Der anschließende Startschuss zum Erntedankumzug offenbarte den zahlreichen Zuschauern dann, woran die vielen Mitwirkenden wochenlang gearbeitet hatten: Unter den vielen Wagen- und Fußgruppen befanden sich der Kindergarten des katholischen Familienzentrums sowie die DRK-Kita Schwaney und die Verbundgrundschule Altenbeken-Buke-Schwaney, die sich sowohl Tiere als auch Pflanzen als Kostümvorbilder nahmen.

Auch die Back- und Braufreunde Schwaney stachen hervor, die mit insgesamt zehn Wagen den Weg vom Korn zum Brot und Bier darstellten. Im Umzug widmeten sich weitere Gruppen dem Handwerk der Schweineschlachterei, der Imkerei, der Gärtnerei und der Jagd sowie stets auch dem Thema Nachhaltigkeit.

Im „Feierabendwagen“ begleiteten die Ehrengäste den Umzug. Mit dabei waren unter anderem Bürgermeister Matthias Möllers, Landrat Christoph Rüther, Landwirtschaftsdirektor Stefan Berens, Bundestagsabgeordneter und gebürtiger Schwaneyer Carsten Linnemann, Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer, Karl Werring von der Landwirtschaftskammer NRW, Ortsvorsteher Hermann Striewe sowie Kreislandwirtin Susanne Mönnikes.

Im Anschluss an den Umzug versammelten sich die vielen Gäste zusammen mit den Teilnehmern am Marktplatz und ließen das Erntedankfest im Laufe des Sonntags gesellig ausklingen. Dabei wurden die vielen Wagen in direkter Nähe abgestellt, so dass sich interessierte Besucher aus nächster Nähe ein Bild von den vielen Wagen und den oftmals sehr alten Traktoren als Zugmaschinen machen konnten.

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