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Bernhard Große-Coosmann aus Schwaney feiert an diesem Mittwoch seinen 80. Geburtstag

Sein Herz schlägt für die Musik

Altenbeken-Schwaney

Bernhard Große-Coosmann feiert an diesem Mittwoch seinen 80. Geburtstag. In Herzbrock-Clarholz geboren, wohnte er zunächst in Neuenheerse, seit 1968 ist Schwaney seine Heimat. Hier engagiert er sich vielfältig, wie der langjährige Ortschronist Ludwig Schenk zu berichten weiß. Das Herz des heutigen Jubilars schlage aber schon seit Jahrzehnten für die Musik.

Bernhard Große-Coosmanns große Leidenschaft ist die Musik. Bis heute ist der Schwaneyer als Organist tätig.

„Mit etwa zehn Jahren begann die erfolgreiche Musikerlaufbahn des weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannten Organisten und Chorleiters Bernhard Große-Coosmann“, berichtet Schenk. „Bereits in den ersten Schuljahren interessierte er sich für die Kirchenmusik, erlernte vom dortigen Organisten das Klavier- und Orgelspiel.“ Mit 18 Jahren war er als Organist in Clarholz angestellt und leitete den Frauen- und Männerchor Clarholz.

Den Grundstein für sein hauptamtliches Engagement legte der Jubilar mit der Examensarbeit zum nebenamtlichen Organisten und Chorleiter in Münster im Jahr 1964. Das Studium zum Musiklehrer absolvierte er von 1968 bis 1972 an der Musikhochschule in Detmold. Seine Befähigung zum Ausbilder für „Jugend- und Volksmusik, als Orgellehrer und Chorleiter“ erwarb er im Studium in Münster und Dortmund. Während seiner Zeit als Gymnasiallehrer von 1975 bis 2007 haben 17 Musiker als Orgelspieler examiniert. Nach seinem Kirchenmusikstudium in Münster und weiterem Studium im Orgel- und Klavierspiel an der Norddeutschen Musikakademie in Detmold unterrichtete er als Musiklehrer am Gymnasium St. Kaspar in Neuenheerse.

„Viele Jahre führte er in den Kreisen Paderborn, Höxter, Warburg mehrere Musikzüge und Chöre als Kapellmeister und Chorleiter“, berichtet Schenk. Unter anderem leitete der heutige Jubilar 30 Jahre – bis zur pandemie- und altersbedingten Auflösung – mit großem Engagement den „Eisenbahner-Männer-Gesang-Verein 1893 Altenbeken“. Im Jahr 2000 wurde er vom Sängerkreis Paderborn-Büren zum Kreis-Chorleiter und vom Chorverband NRW zum Regional-Chorleiter bestellt. Er war als Dozent und Mitinitiator des Ausschusses „Sing mit – bleibt fit“ verantwortlich für das Singen mit älteren Menschen.

Schwaneyer Heimatgedicht vertont

2003 gründeten Bernhard Große-Coosmann und August Vöcking als Vorsitzender den ersten Projektchor im heimischen Sängerkreis. 120 Stimmen stark, konnte dieser bereits im Folgejahr in einem Gottesdienst im Petersdom auftreten.

„Unvergessen sind die zahlreichen Konzertreisen unter seiner Leitung mit den Schulklassen vom Gymnasium St. Kaspar und den Chören nach Chile, Rom, Wien, Süditalien, Spanien oder Polen“, berichtet Schenk. Große-Coosmann sei es verdanken, dass dabei in großen Kirchen Gottesdienste musikalisch gestaltet werden konnten.

Unvergessen ist wohl auch die Romwallfahrt anlässlich des 75-jährigen Bestehens des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften in Köln 2003. Als Dank für die musikalische Gestaltung während der Papstaudienz wurde neben dem Vorsitzenden Bernhard Große­-Coos­mann vom Hl. Vater empfangen.

Der Musiker wurde vielfach ausgezeichnet. So verlieh ihm der Fachverband der Berufs-Chorleiter 2002 den Titel „Chordirektor FDB“. In Schwaney war er seit 1968 Chorleiter und Küster, bis heute ist er als Organist tätig. Aber nicht nur als Musiker ist der heute 80-Jährige aktiv. Er ist Gründungsmitglied des Pfarrgemeinderates. Als Schützenbruder in Schwaney wurde auf seinen Vorschlag hin 1970 das Amt eines Brudermeisters eingeführt. Er war im Gemeinderat und im Ausschuss für Schul-, Sport- und Kultur tätig. Und als 1970 die politische Gemeinde Schwaney das 1000. Jubiläum feierte, war er es, der für den musikalischen Part zuständig war. Dabei wurde auch das von ihm vertonte Schwaneyer Heimatgedicht erstmals vorgetragen. „Die Großgemeinde Altenbeken ist stolz darauf, einen so engagierten Bürger mit viel musikalischem Herzblut zu haben“, würdigt Schenk den Jubilar – und spricht damit wohl auch vielen Altenbekenern aus dem Herzen.

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