Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Mittwochvormittag: Im Wert sind noch nicht alle vom Kreis gemeldeten neuen Fälle eingeflossen

Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut LZG am Mittwoch bei 63,7

Paderborn (WB/LaRo)

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn liegt am Mittwoch bei 63,7 (Vortag 69,8). Das meldete am Morgen das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) mit Stand 0 Uhr. Vor einer Woche betrug der Wert 64, vor zwei 77 und vor drei noch 118,6. Es sind aber offensichtlich noch nicht alle vom Kreis gemeldeten neuen Corona-Fälle eingeflossen.

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Symbolbild. Foto: dpa

Einen weiteren Todesfall im Vergleich zu den Angaben des Kreises von gestern meldet das LZG heute nicht. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion liegt seit Pandemiebeginn bei 126.

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Dienstag 18 und für die vergangenen sieben Tage 196 neue Fälle notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht. Der Kreis Paderborn hatte am Dienstag 18 Neuinfektionen bekannt gegeben. Es ist aber offensichtlich in den LZG-Wert* von Mittwoch (sieht unten: Melde- und Übermittlungsverzug) weiterhin noch nicht der Großteil der vom Kreis am Montag gemeldeten 49 Fälle eingeflossen. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Kreisverwaltung gemeldeten Fällen der vergangenen sieben Tage (233) ergibt sich eine Inzidenz von 75,7 (Vortag: 84,5). Das WV weist an dieser Stelle auf die Abweichung hin, wenn sie groß ist.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Mittwoch bei 80,9 (Vortag: 83,3) und in Deutschland bei 82,9 (90). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 91,8 (94,3) – Hochsauerlandkreis 82,4 (80,8) – Höxter 147,6 (145,5) – Lippe 91,2 (99,3) – Soest 70,9 (70,2).

Britische Corona-Variante in Lippe – Infizierte in Paderborn beschäftigt

Nachdem im Kreis Paderborn am vergangenen Donnerstag in zwei Fällen erstmals die britische Variante des Coronavirus (B.1.1.7) nachgewiesen wurde, hat sich die Zahl der Infektionen mit dieser Mutation in Lippe auf sechs erhöht und alle sechs Infizierten sind demnach bei demselben Arbeitgeber im Kreis Paderborn beschäftigt.

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Mittwoch veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Dienstag, 2. Februar, 5241 (Vortag: 5210) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2.358 (2348) Heimbewohner und 2883 (2862) Angehörige von Pflegeberufen. Die Folgeimpfung haben bisher weiterhin 2502 (Vortag: 2502) Menschen erhalten, davon 1274 (1274) Heimbewohner und 1228 (1228) Angehörige von Pflegeberufen: www.corona-kvwl.de/impfbericht. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit insgesamt rund 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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