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Coronalage am Donnerstag im Kreis Paderborn: 28 Neuinfektionen – derzeit unter 300 aktiv Infizierte

Software-Fehler führt zu sehr niedriger Inzidenz

Paderborn (WB/LaRo)

Die sehr niedrige Sieben-Tage-Inzidenz für den Kreis Paderborn, die das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) zuletzt mitteilte, ist einem Software-Fehler geschuldet. Diesen habe es bei der Übertragung der Fälle an das LZG gegeben, teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagnachmittag mit.

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Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung gehalten (Symbolbild). Foto: Britta Pedersen/dpa

Das LZG hatte am Mittwoch eine Inzidenz von 39,6 und am Donnerstag von 27 (jeweils Stand 0 Uhr) veröffentlicht. Am Mittwoch war kein einziger Fall aus Paderborn beim Landeszentrum in Bochum angekommen. „Aus Paderborn ist eine fehlerhafte Datei gesendet worden – ein technisches Problem“, sagte zunächst eine LZG-Sprecherin dieser Zeitung am Donnerstag. Später erklärte der Kreis: „Aufgrund eines Software-Fehlers konnte das Landeszentrum für Gesundheit die vom Gesundheitsamt Paderborn gemeldeten Neuinfektionen nicht verarbeiten und weist für den Kreis Paderborn weiterhin den Stand von 6073 Neuinfektionen aus.“ Auch am Montag und Dienstag hätten weniger Fälle ausgelesen werden können, sagte eine Kreissprecherin auf Nachfrage. Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt laut Kreis 6171 (Stand 11.2., 11 Uhr).

Auf dieser Grundlage hatte das LZG – wie berichtet – den Inzidenzwert für den Zeitraum vom 4. bis zum 10. Februar errechnet und eine Sieben-Tages-Inzidenz von 27 ausgewiesen (Datenstand, 11.2., 0 Uhr). „Wir stehen im engen Austausch mit dem LZG und werden dies gemeinsam zeitnah beheben. Der Inzidenzwert wird daher wieder steigen“, sagte Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Paderborner Kreisgesundheitsamtes. Auch werde weiterhin erwartet, dass die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den nächsten Tagen wieder steige, da aufgrund der winterlichen Witterungsverhältnisse auch Kurierfahrer der Labore nicht durchgekommen sind und somit Proben nicht analysiert werden konnten. Die auffallend niedrige Inzidenz hatte der Kreis am Mittwoch, wie berichtet, zum einem mit dem Witterungsverhältnissen und zum anderen mit Zeitverzügen in der Übermittlung der neuen Fälle ans LZG erklärt.

Im Corona-Lagebericht des Kreises Paderborn werden am Donnerstag 28 neue Fälle gemeldet (Stand 11 Uhr). Weitere drei Erkrankte gelten als genesen. In Delbrück und Paderborn wurden die Zahlen der Genesenen korrigiert, so dass die Zahl der insgesamt Genesenen unverändert 5744 beträgt. Derzeit sind 298 Menschen mit dem Coronavirus infiziert (Vortag: 270). Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Paderborn mit 139 aktiven Fällen, gefolgt von Salzkotten (45), Delbrück (26), Bad Lippspringe (19), Hövelhof (18), Altenbeken (14), Büren (18), Lichtenau (8), Borchen (6) und Bad Wünnenberg (5).

Unverändert werden zurzeit 45 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen intensivmedizinisch. 1154 Menschen befinden sich in Quarantäne. Ein weiterer Todesfall ist nicht gemeldet worden, so dass seit Pandemiebeginn weiterhin 129 Menschen in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gestorben sind.

11. Februar 2021: Gesamtzahlen seit Ausbruch der Pandemie. Foto: Kreis Paderborn

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge in Heimen bis einschließlich Mittwoch 6398 Menschen (Vortag: 6206) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben bisher 4544 (Vortag: 4360) der 6398 Erstgeimpften erhalten. www.corona-kvwl.de/impfbericht. Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Weitere Informationen

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie in unserem Newsblog.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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