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Verein ehrt zum 60. Todestag engagierten Ortsbewohner

Stelen erinnern in Altenbeken-Buke an Karl Schaffmeister

Altenbeken-Buke

Karl Schaffmeister hat sich zu Lebzeiten außerordentlich für seine Wahlheimatgemeinde Buke eingesetzt: Ob als Organist, Lehrer, Imker oder im Kirchenvorstand. Von seinem Leben und Wirken erzählen jetzt zwei Geschichtstafeln, die vor der katholischen Kirche und vor dem Pfarrgemeindehaus stehen, das einst die katholische Knabenschule war.

Von Sonja Möller

Familientreffen zur Einweihung der Gedenktafeln: Die Nachkommen von Karl Schaffmeister mit Pfarrer Georg Kerstin (Siebter von rechts) und Udo Waldhoff (Sechster von rechts). Foto: Sonja Möller

Aufgestellt hat die Stelen der Verein „Vereine und Bürger für Buke“, der anlässlich des 60. Todestages von Karl Schaffmeister an den engagierten Buker erinnern will. Und das haben seine Nachkommen zum Anlass genommen, sich in Altenbeken zu treffen und sich die neuen historischen Stelen in Buke – mittlerweile gibt es neun davon – anzuschauen.

„Musisch kreativ und liebevoll“

Fünf seiner sieben Enkel erinnern sich an den ganz privaten Karl Schaffmeister. „Musisch kreativ und liebevoll“, hat ihn Karl Josef Rüther (71) in Erinnerung, der aus Kassel angereist ist. 1901 sei sein Großvater nach Buke gekommen und habe als Organist in der neuen Kirche angefangen. Barbara Puschmann (65) aus Paderborn beschreibt ihn als „gütigen Großvater“.

Dass er einen grünen Daumen hatte, daran erinnert sich Marita Bertelt (69), die als einzige Enkelin noch in Buke lebt: „Es ist für uns als Nachkommen eine große Ehre, dass die Tafeln aufgestellt und sein Lebensweg nacherzählt wird“, sagt sie.

Karl Schaffmeister war 60 Jahre Organist in Buke und spielte noch acht Tage vor seinem Tod die Orgel. Foto: Familie Schaffmeister

Ursula Heidemann aus Altenbeken ist mit 57 Jahren das Küken der Enkel: „In Buke ist sogar eine Straße nach ihm benannt: der Schaffmeisterweg. Mein Großvater war ein richtiger Promi hier in Buke.“ Donata Peitz (71) aus Warburg hat ihn vor allem noch „als großen, schmalen Mann“ in Erinnerung: „Wie das Langzeitgedächtnis so funktioniert“, sagt sie lachend.

Nicht mehr persönlich kennengelernt hat ihn Pfarrer Georg Kersting: „Dafür haben wir aber oft über ihn gesprochen. Er war ja 60 Jahre Organist hier in Buke. Das ist schon etwas ganz Besonderes.“ Marita Bertelt weiß, dass Karl Schaffmeister dieses Amt mit großer Leidenschaft ausgeführt hat: „Er hat noch acht Tage vor seinem Tod an der Orgel gesessen und gespielt.“ Gestorben ist Karl Schaffmeister am 24. August 1962 mit 85 Jahren.

Im jetzigen Pfarrheim war früher die Knabenschule. Foto: Sonja Möller

Seine Nachkommen haben sich erstmals nach Corona in so großer Runde wiedergetroffen und sich die neuen Tafeln angeschaut, die mit den Fördergeldern des Heimatschecks NRW finanziert wurden, wie Udo Waldhoff als Geschäftsführer des Kirchenvorstandes mitteilt. Insgesamt zwölf historische Stehlen stehen mittlerweile in Buke und erinnern an geschichtliche Episoden.

Als junger Lehrer nach Buke gekommen

Karl Schaffmeister kam 1901 als junger Lehrer nach Buke und unterrichtete in der damaligen Knabenschule, leitete diese auch. Er war 46 Jahre im Schuldienst tätig und unterrichtete bis 1964. Karl Schaffmeister stellte sich vielfältig in den Dienst der Gesellschaft, ob als Ortschronist oder Standesbeamter. Er hat sechs Kinder, sieben Enkel, 14 Urenkel und 15 Ururenkel.

Neu ist übrigens auch diese Geschichtstafel im Ort. Sie hängt am Scheunentor der Firma Metallbau Bannenberg und erinnert an den Schmiedemeister Anton Bannenberg. Foto: Sonja Möller
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