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Ehrenamtliche unterrichten Flüchtlinge

Ukrainische Kinder werden auf Schulstart in Altenbeken vorbereitet

Altenbeken

In ihrer ukrainischen Heimat ist seit einigen Wochen nichts mehr wie es war. Geflüchtet vor dem russischen Angriffskrieg, der Not und Zerstörung in ihre Städte und Dörfer gebracht hat, hoffen insbesondere Kinder auf ein wenig Normalität. Deshalb sollen sie so schnell wie möglich zur Schule gehen können.

Im Altenbekener Integrationszentrum lernen ukrainische Kinder im Vorbereitungskurs die deutsche Sprache. Bürgermeister Matthias Möllers dankt Diana Haxter, Alina Ziwes, Marina Hasso, Mona Lagowski und Amir Tadres (von links) für Ihr Engagement. Foto: Marion Wessels

Altenbekens Sozialarbeiter Amir Tadres ist schon seit Wochen mit Verantwortlichen der Grundschule und Privaten Realschule im Austausch. In beide Schulen bereitet man sich intensiv darauf vor, die Mädchen und Jungen nach den Osterferien aufzunehmen. Um den Kindern den Start zu erleichtern und die Wartezeit zu verkürzen, hat Amir Tadres „Kurse zur Vorbereitung auf den Schulbesuch“ organisiert. Innerhalb kürzester Zeit konnte er vier ehrenamtliche Mitwirkende gewinnen, die die Kinder seit Mitte März im Altenbekener Integrationszentrum am Ossensteg unterrichten.

Jeweils dienstags, mittwochs und donnerstags lernen die Kinder in zwei Altersgruppen. „Im Unterricht wird deutsch, russisch und englisch gesprochen, so verstehen alle Kinder das Gesagte“, erzählen Mona Lagowski, Alina Ziwes, Marina Hasso und Diana Haxter. Die vier engagieren sich ehrenamtlich und freuen sich über die hohe Lernbereitschaft der Kinder.

„Unterrichtsmaterial haben wir von der Grundschule bekommen“, sagt Mona Lagowski, die bis zu ihrem Ruhestand als Lehrerin gearbeitet hat. Zunächst sei es um Grundlagen der deutschen Sprache gegangen. An einer Leine hängt deshalb ein großes Alphabet.

Derzeit gibt es in Altenbeken 22 ukrainische Kinder im Grundschulalter, 16 Kinder können die Realschule besuchen und 12 Jugendliche ab Klasse 9 werden in Paderborn beschult. Bürgermeister Matthias Möllers ist dankbar für die ehrenamtliche Unterstützung. „Für die Schulen und Lehrkräfte, vor allem aber die Schülerinnen und Schüler ist es eine große Herausforderung. Ich bin froh, dass uns die Aufnahme bislang so gut gelungen ist“.

Auch nach den Osterferien sollen die Schulen und natürlich die Kinder in der Gemeinde Altenbeken weiter unterstützt werden. So ist geplant, drei Mal wöchentlich Deutsch als zweite Sprache in der Grundschule anzubieten.

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