1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. Owl
  4. >
  5. Altenbeken
  6. >
  7. Viadukt-Radweg eröffnet

  8. >

Knapp 50 Kilometer lange Runde verbindet Altenbeken, Buke und Schwaney

Viadukt-Radweg eröffnet

Altenbeken (WB). Altenbeken macht seinem Ruf als Eisenbahngemeinde alle Ehre und ist um eine Attraktion reicher: Am Freitag wurde der Viadukt-Radweg eröffnet. Der knapp 50 Kilometer lange Rundkurs verläuft entlang eisenbahngeschichtlicher Stationen und führt durch Altenbeken, Buke und Schwaney.

Per Lütje

Herbert Hoffmann, scheidender Geschäftsführer der Touristikzentrale Paderborner Land, Bürgermeister Hans Jürgen Wessels (Mitte) und Altenbekens Tourismuschefin Marion Wessels (mit dem Logo des Viadukt-Radweges) eröffneten am Freitag den Rundkurs. Foto: Per Lütje

Tourismuschefin Marion Wessels sprach von einem weiteren Baustein der „Marke Viadukt“, der sich einfügt in das Viaduktfest und den Viadukt-Wanderweg. Sie betonte bei der Eröffnung, dass die Route ausschließlich über bereits vorhandene Wege führt, und so aus Altem etwas Neues geschaffen wurde.

Der Viadukt-Radweg hat seinen Ausgangspunkt an der Mobilstation auf dem Bahnhofsvorplatz und verläuft dann im Uhrzeigersinn in den Driburger Grund, zur Knochenhütte und Driburger Hütte weiter Richtung Klusweide und durchs Bodental nach Schwaney, über die Salenkruke nach Buke, in die Dune bis zum Kleinen Viadukt, weiter Richtung Altenbeken zum Großen Viadukt und vorbei an der Museumslokomotive zurück zum Startpunkt. Zudem ist es möglich, die Strecke bei Bedarf abzukürzen.

Der knapp 50 Kilometer lange Rundkurs verbindet alle drei Ortsteile der Eggegemeinde. Foto:

„Vor zehn Jahren wären wir nicht auf die Idee gekommen, mit einem Radweg zu werben, da die Topografie bei uns schon sehr kräftige Waden verlangt. Aber mit dem Einzug der E-Bikes ist der Kurs für jedermann machbar“, betonte Bürgermeister Hans Jürgen Wessels. Ein besonderes Plus habe die Gemeinde mit der Ausleihmöglichkeit von insgesamt acht E-Bikes an der neuen Mobilstation am Bahnhof. „Denn die Tour hat’s durchaus in sich“, sagte Marion Wessels. So liege der niedrigste Punkt mit 185 Metern am kleinen Viadukt in der Dune, der höchste mit 421 Metern auf dem Eggekamm. „Aber keine Sorge, unterwegs gibt es genügend idyllische Ratsplätze zum Verschnaufen.“

Strecke als Download verfügbar

Wichtig war es den Verantwortlichen, dass der Rundkurs das Thema Eisenbahn aufgreift, und so machen die Radfahrer auf der Strecke Bekanntschaft mit dem großen und kleinen Viadukt, Tunneln und Gleisanlagen. Und: Kostengünstig war das Projekt auch. Die Ausgaben für Wegemarkierungen, Broschüren und Internetpräsenz beziffert die Tourismuschefin auf unter 2000 Euro.

Der exakt 48,7 Kilometer lange Rundkurs verläuft zu einem Drittel über Asphalt und ansonsten über Schotterwege (55 Prozent) und naturbelassene Wege. Die Streckenführung – sprich die GPS-Daten – kann auf einer seit gestern scharf geschalteten Homepage (www.altenbeken.de/de/tourismus/radfahren) runtergeladen und anschließend auf GPS-taugliche Geräte aufgespielt werden. „Es ist aber auch ohne Karte möglich, die Tour zu machen, da an allen Wegpunkten Markierungen mit dem neuen Logo des Viadukt-Radweges angebracht sind“, erklärte Marion Wessels. So könne man auch an jedem beliebigen Punkt in die Tour einstegen. „Derzeit können allerdings Forstarbeiten, die aufgrund der Trockenheit und des Borkenkäferbefalls erforderlich sind, zu Teilsperrungen im Waldgebiet führen. Wir versuchen, darüber aktuell auf unserer Homepage zu informieren.“

Marion und Hans Jürgen Wessels wünschen sich, dass der neue Radweg in 10, 15 Jahren die gleiche Bedeutung erlangt hat, wie der Viadukt-Wanderweg, der mit der Auszeichnung „Wanderbares Deutschland“ in der Wander-Bundesliga spielt.

Startseite
ANZEIGE