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Polizei: Verbotenes Einzelrennen auf der K27

Zwei Schwerverletzte nach Frontalzusammenstoß bei Altenbeken

Altenbeken

Schwerer Verkehrsunfall im Kreis Paderborn am Montagabend: Laut Polizei sind infolge eines verbotenen Einzelrennens auf der K27 bei Altenbeken-Schwaney zwei Personen schwer verletzt worden. 

Schwerer Unfall: Bei dem verbotenen Einzelrennen auf der K27 bei Altenbeken-Schwaney wurden zwei Personen schwer verletzt. Foto: Feuerwehr Altenbeken

Ein 26-jähriger Altenbekener befuhr den weiteren Angaben zufolge gegen 19.09 Uhr mit seinem Auto die K27 – aus Richtung B64 kommend – in Fahrtrichtung Schwaney. In einer langgezogenen Rechtskurve überholte der Audi-Fahrer nach Zeugenaussagen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit zwei vor ihm fahrende Autos.

Ausgangs dieser Rechtskurve kollidierte er frontal mit einem entgegenkommenden BMW, der von einem 45-jährigen Mann aus Paderborn gefahren wurde. Beide Fahrer wurden nach dem Zusammenstoß in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und von der Feuerwehr mit Gerät befreit. Sie erlitten schwere Verletzungen und wurden nach notärztlicher Versorgung an der Unfallstelle in ein Paderborner Krankenhaus gefahren. Der 20-jährige Beifahrer des Unfallverursachers erlitt leichte Verletzungen.

Feuerwehr und Polizei  im Einsatz auf der K27 am Montagabend. Foto: Feuerwehr Altenbeken

Aufgrund des Verdachts eines verbotenen Einzelrennens wurde der Führerschein des Unfallverursachers beschlagnahmt.

Während der Unfallaufnahme und der Bergung wurde die K27 zwischen dem Ortsteil Schwaney und der B64 gesperrt. Die Feuerwehr Altenbeken berichtet, dass die Straße um 23 Uhr wieder freigegeben wurde.

Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf rund 40.000 Euro.

Wer sich in krasser Weise nicht an die Verkehrsregeln hält und dabei erwischt wird, wird nach Paragraf 315d des Strafgesetzbuches abgeurteilt. Darin heißt es: „Wer im Straßenverkehr ein nicht erlaubtes Kraftfahrzeugrennen ausrichtet oder durchführt, als Kraftfahrzeugführer an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen teilnimmt oder sich als Kraftfahrzeugführer mit nicht angepasster Geschwindigkeit und grob verkehrswidrig und rücksichtslos fortbewegt, um eine höchstmögliche Geschwindigkeit zu erreichen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“ Wird dabei jemand anderes getötet oder werden diese Person oder mehrere gesundheitlich schwer geschädigt, sind sogar bis zu zehn Jahre Haft möglich.

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