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Stadt Bad Lippspringe widerspricht Darstellung eines Bürgers

Anzeige wegen Grabschändung

Bad Lippspringe (WB/per). Wegen angeblicher Grabschändung hat ein Bad Lippspringer Bürger Anzeige gegen den städtischen Bauhof gestellt. Demnach sollen bei Arbeiten mit schwerem Gerät im Bereich des Ehrenfriedhofs Grabsteine von gefallenen oder verstorbenen Soldaten der beiden Weltkriege beschädigt worden sein. Der Anzeigenersteller, der seine Beobachtungen dieser Zeitung schriftlich mitgeteilt hat, vermutet gar, dass die Grabsteine womöglich illegal entsorgt werden sollten.

Der Bad Lippspringer Bürger machte unter anderem dieses Foto eines Grabsteins, der bei Arbeiten des Bauhofes freigelegt worden sein soll. Foto:

Der Darstellung des Bad Lippspringer Bürgers widerspricht Ordnungsamtsleiter Leonard Tölle. In einem Schreiben nimmt er wie folgt Stellung: „Es ist aber so, dass der äußere Anschein trügt. Niemand ist mit den Grabstätten der Gefallenen und Kriegsgefangenen pietätlos und unverantwortlich umgegangen. Es haben Rücke- und Baumfällarbeiten im Kurwald stattgefunden. Um einige abgängige Bäume am äußeren hinteren Rand des Ehrenfriedhofs entnehmen zu können, wurde der Zaun im hinteren Friedhofsbereich entfernt, damit er durch den Greifer der Rückemaschine nicht beschädigt wird. Hier hat es aber keinerlei Beschädigungen und auch keine Überfahrung von Grabstellen auf dem Ehrenfriedhof gegeben. Anlässlich der Rücke­arbeiten links, außerhalb vom Ehrenfriedhof, wurden durch die Rückemaschine einige Betonsteine, Dachpfannenreste, ein altes Stromkabel und auch der von Ihnen fotografierte Grabstein durch die schwere Maschine aus der Erde aufgewühlt. Warum diese Baureste und der Grabstein dort deponiert wurden und wann, entzieht sich im Augenblick meiner Kenntnis. Vielleicht wurde der Grabstein entsorgt, nachdem in den 50er oder 60er Jahren Gebeine eines Verstorbenen in die Heimat überführt wurden? Wir werden versuchen, das zu recherchieren. Der Grabstein wurde daher zunächst durch den Bauhof sichergestellt.“

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