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Mehrere große Maßnahmen bis 2025 in Bad Lippspringe geplant

Detmolder Straße wird zur Baustelle

Bad Lippspringe

Das Bauamt der Stadt Bad Lippspringe hat ein aktuelles Straßen- und Wegekonzept vorgelegt: Zu den geplanten Großmaßnahmen bis 2025 gehört auch die Sanierung der Detmolder Straße zwischen Jordan- und Sachsenstraße.

Klaus Karenfeld

Die Detmolder Straße soll nun auch im Bereich zwischen Jordan- und Sachsenstraße saniert werden. Foto: Klaus Karenfeld

Schon einmal, von 2015 bis 2017, hatte sich Bad Lippspringes Hauptverkehrsachse in eine große Baustelle verwandelt. Das war kurz vor Beginn der Landesgartenschau, als sich die Kur- und Badestadt für das Großereignis so richtig herausputzte. Besonderes Kopfzerbrechen bereitete den Verantwortlichen seinerzeit die etwa 90 Jahre alte Kanalisation. Sie wurde inzwischen komplett erneuert, ebenso der Straßenunterbau und die Fahrbahndecke.

Der zweite Bauabschnitt zwischen Jordanstraße und Sachsenstraße sollte später folgen; er hat eine Länge von immerhin 450 Metern. Nun also ist es soweit. Im aktuellen Straßen- und Wegekonzept ist die Sanierungsmaßnahme in der Detmolder Straße für den Zeitraum zwischen 2022 und 2025 (Planung und Umsetzung) vorgesehen.

Handlungsbedarf besteht aus Sicht der Bauverwaltung auch an anderer Stelle. Immerhin ist das Bad Lippspringer Straßennetz insgesamt 124 Kilometer lang. Umfassend saniert werden sollen im Einzelnen: die Lindenstraße (bis 2022), ein Teilabschnitt der Sachsenstraße (im Laufe des Jahres 2021), der Friedrich-Wilhelm-Weber-Platz (bis 2022) sowie die Paul-Fürstenberg-Straße (bis 2023). Da es sich hierbei um Maßnahmen nach dem Kommunalen Abgabengesetz (KAG) handelt, werden Anlieger und Grundstückseigentümer an den entstehenden Baukosten beteiligt.

Hinzu kommen verschiedene Unterhaltungsmaßnahmen. Betroffen davon sind hauptsächlich Straßen, in denen 2021 die Fahrbahn-Oberfläche saniert werden soll. Konkret im Blick hat die Bauverwaltung aktuell unter anderem die Straßen Auf der Mersch, Wietheimer Weg, Heimatstraße/Sandweg, Antoniusstraße, Narzissenweg und Triftstraße. Für die Anlieger hat Fachbereichsleiterin Tanja Berghahn-Macken eine gute Nachricht: Unterhaltungsmaßnahmen wie diese sind beitragsfrei.

Übrigens: Einmal im Jahr werden die Straßen in Bad Lippspringe einer genauen Zustands-Kontrolle unterzogen. „Bisher geschah das ausschließlich mittels eine Zu-Fuß-Begehung durch städtische Mitarbeiter und externe Büros“, wie Berghahn-Macken erläuterte. „Doch das war und ist sehr zeitintensiv.“

In diesem Jahr soll sich das ändern. Die Stadt setzt auf das Angebot von Spezialfirmen und den Einsatz moderner Technik („Digitale Bildbefahrung“).

Ein mit mehreren Kameras ausgestattetes Fahrzeug wird dann sämtliche Bad Lippspringer Straßen abfahren und dabei digital den jeweiligen Straßen-Zustand dokumentieren. Das betrifft nicht nur die eigentliche Fahrbahn, sondern auch den Bürgersteigbereich und die Straßenbeschilderung.

„Der Arbeitsaufwand für unsere Mitarbeiter verringert sich so deutlich“, betont Berghahn-Macken. „Ein paar Klicks genügen, und schon lässt sich am Computer die betreffende Straße aufrufen und die dort vorhandenen Schäden lassen sich auswerten.“ Neben dem Bauamt steht die Bild-Dokumentation auch dem Ordnungsamt und der Feuerwehr zur Verfügung - aus Sicht von Berghahn-Macken ein wichtiger Vorteil.

Fortgesetzt wird 2021 auch die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Licht.

Wie die Fachbereichsleiterin abschließend betonte, soll das Bad Lippspringer Straßen- und Wegekonzept künftig einer jährlichen Prüfung und Fortschreibung unterzogen werden. Das sei wichtig - auch mit Blick auf das noch für dieses Jahr geplante digitale Straßenkataster.

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